Sehr geehrter Herr Benes,
wie uns berichtet wurde, soll eine Einkreuzung von einem Mischling F1 Deutscher Schäferhund (ohne Papiere) und kanadischer Wolf stattfinden.
Einer der Kreuzlinge wurde in Jevisovice vorgeführt. Mit der Absicht, dass er demnächst in die Zucht geht.
Wenn dies wirklich wahr ist, protestieren wir als Club und Züchter gegen diese Einkreuzung.
Gründe dafür sind:
1. Die ursprüngliche Idee mit der Einkreuzung des europäischen Karpatenwolfes geht verloren.
2. Es kann unübersehbare Verschiedenheiten im Exterieur geben, da die kanadischen Wölfe sehr variabel sind. 3. Die Charaktereigenschaften sind eventuell sehr problematisch und für normale Hundehalter nicht kontrollierbar.
4. Es wird Probleme mit Behörden und offiziellen Stellen in Ländern außerhalb Tschechiens geben, und die Rasse wird eventuell, wie in Norwegen fast passiert, verboten werden.
5. Probleme mit der FCI können und werden auftauchen.
6. Diese Einkreuzung wurde heimlich und nicht offiziell gemacht.
Gerade der letzte Grund gibt uns viel zu denken.
Wenn alles mit der Einkreuzung so positiv ist, warum wurde auch international niemand informiert?
Es ist zwar in einem der Ursprungsländer passiert, aber die Rasse ist international so weit verbreitet, dass sie nicht das Privateigentum einiger weniger Menschen ist.
Wir schreiben dies, weil wir die Rasse mit all ihren Nachteilen lieben und uns Sorgen um die Zukunft machen.
Sehen Sie dieses Schreiben also nicht als Beleidigung an.
Mit freundlichen Grüßen und der Hoffnung auf Antwort und einen Dialog,
Der Vorstand des Clubs für Tschechoslowakische Wolfshunde Deutschland e.V.
Danke
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ANTWORT:
Steffen Baldamus,
ich denke, daß Ihre Befürchtungen grundlos sind, weil die
Mischlinge über die Sie schreiben auf keinen Fall zur Zucht zugelassen sind oder
zugelassen werden. Man braucht dazu vier Generationen, die sorgfältig überwacht
und ausgewählt werden. Dazwischen wird viel gehandelt und abgestimmt, wobei auch
Sie mitmachen können. Über alles werden die Mitglieder des Clubs informiert
werden (offiziell, nicht geheim), denn alles überwacht Ing. Hartl.
Mit freundlichen Grüßen
Benes
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