Einleitungsansprache von Herrn Ing. Karel Hartl auf der Ernennungssitzung des Klubs der Züchter des Tschechoslowakisches Wolfshundes am 20.03.1982 in Brno
Die bisherige Arbeit war anstrengend und schwer. Es war nötig die Meinung jener Leuten zu überwinden, die uns von unserem Vorhaben abbringen wollten. Die erfahrensten Kynologen haben uns gesagt, daß es unmöglich ist aus dieser Rasse etwas zu machen. Zu den Zuchtproblemen holten wir nicht nur in unserem Land sondern auch in der Sovietunion Rat ein. Die Anfangergebnisse unserer Arbeit haben Züchter aus der Deutschen Demokratischen Republik, Herr Hirsch und Herr Heine, zwei der besten Kenner der deutschen Kynologie, beurteilt. Auf dem Kynologischen Weltkongress in Brno haben wir zum erstenmal die Nachkommen des Tschechoslowakischen Wolfshundes gezeigt. So begannen wir die kynologische Fachwelt von einer Zukunftsaussicht dieser Rasse zu überzeugen.
Im Jahr 1966 ersuchten wir die damalige Fachkommission des "Svazarm" um Eintragung dieser Versuchszucht in das Zuchtbuch. Leider haben wir zur Erreichung dieses Ziels nicht genug Anstrengung gezeigt. In Libejovice haben wir die Aufstellung der 30 Tiere eines einheitliches Typus erstellt. Hier haben wir auch die Prüfungen des Charakters, sowie auch die Bedingungen für die Zuchtzulassung vorgeführt. Auf diese Veranstaltung war der international zugelassene Richter Herr Odvarka eingeladen. Die Vorbehalte gegen diese neue Rasse waren so stark, daß unsere Anträge nicht genehmigt wurden. Nach diesem Mißerfolg mußten wir praktisch wieder von vorne beginnen. Zwischen den Liebhabern in den Reihen der Zivilisten waren solch bedeutsame Kynologen wie Herr Brozek, Herr Martinek, Herr K. Nemec. Diese Mitstreiter haben die Kreuzlinge trainiert und haben mit ihnen die Prüfungen abgelegt.
Es ist notwendig zu sagen, daß sich die Frage der Feststellung der Nutzbarkeit dieser Rasse in die Länge gezogen hat da wir der Ansicht waren, daß sie in die Gruppe der Gebrauchshunde eingegliedert werden sollte. Dabei haben wir vergessen, daß auch die Gruppe der Arbeitshunde existiert. Wir dachten damals, unsere Argumente wären stichhaltig genug .
In Tschechien ist das Interesse für diese Rasse damals erloschen, besonders da die Zucht in den Zuchtstationen in Tschechien begrenzt und auf eine Zuchtstation in der Slowakei konzentriert wurde. Wir waren damals überzeugt, daß hier die besten Bedingungen für die Zucht in der Person Mjr Rosiks, sowie seiner Mitarbeiter existierten. Diese Personen gaben die Garantie dafür, daß diese anspruchsvolle Arbeit trotz verschiedener Schwierigkeiten durchgeführt wurde.
Auf diese Weise wurde eine ausreichende Menge an Zuchtmaterial für die weitere Zucht gesichert. Wir hatten dort außerdem die Möglichkeit des Beweises einiger Fragen, den wir zur Fortsetzung des Dienstes für diese Rasse brauchten.
Einige unserer Tiere wurden auf Ausstellungen in der BRD und DDR gezeigt. Die Tiere aus unserer Zucht sind in den Zuchtstationen in Moskau, Leningrad und in Ungarn. Von diesen Orten haben wir sehr positive Rückmeldungen bekommen.
Wir haben die angefangene Arbeit weiter fortgesetzt und vor zwei Jahren wieder um die Anerkennung dieser Rasse ersucht. Wir haben diesen Kampf, dem wir uns schon mal unterzogen hatten, erneut ausgefochten.
Die Bedingungen, die an uns gestellt wurden, waren für uns unerfüllbar, da eine großen Anzahl an Zuchttieren, an Karyotypen, genetischen Plänen, ein langfristiger (10 Jähriger) Plan, und einen Zuchtplan für die Zukunft verlangt wurde.
Sie wissen, wenn eine neue Rasse entsteht, geht es immer um ein Experiment und um die auf die Grundlage seines Ergebnisses weitere Zielfestlegung. Im letzten Jahr haben wir viel Verständnis durch den Tschechischen Verband der Züchter erfahren. Er war bereit, uns an der Kynologie interssierten Menschen aufzunehmen.
Ing. Karel Hartl (Tschechien)
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