Ihr Konto :: Wolfshunde Datenbank :: Forum :: Artikel senden :: Top 10 10.05.2008, 00:04 Uhr
 
Languages

English
Deutsch
Nederlands
Francese
Polski
Slovensky
Cesky
Russkij
Lietuviu
Italiano

Rasse
- Geschichte
- Wesen
- Standard
- Kommentar
- Bücher

Artikel
- FAQ
- Rasse
- Zucht
- Körungen
- Treffen
- Ausstellungen
- Gesundheit
- Sport
- Training
- Erziehung
- Andere...
- Geschichten
- Wölfe
- Eure Kommentare

Galerie
- Foto beifügen
- Ganze Galerie
- Wolfshunde
- Ausstellungen
- Treffen
- Körungen
- Sport
- Training
- Arbeit
- Züchter
- TV & Werbung
- Bekannte Orten
- Kunst
- Wölfe
- Filme

Zucht
- Züchterliste
- Körungsergebnise
- Welpenvermittlung
- Erwachsene Hunde
- Deckrüden
- Vorschriften

Datenbank
- Eintritt
- Hund anmelden
- Besitzer anmelden
- Züchter anmelden
- Statistiken

Ausstellungen
- Erfolge
- Ergebnisse

Training
- Prüfungsordnung
- Hunde mit Zertifikat

Internet
- Forum
- Download
- Links
- WWW-Seiten
- Kontakt

TWH - Hund und Herr
Autor: Ulbrichova - 1995 (14.12.2004, 00:00 Uhr)
Rasse

Vom Züchter ins neue Zuhaus

Zunächst wählen Sie sich einen Züchter. Besuchen Sie unbedingt mehrere, um sich zunächst ein Bild über Art und Weise der Haltung sowie Qualität und Wesen der Hunde zu machen. Die Entscheidung treffen Sie anhand Ihrer Prioritäten. Ich empfehle Ihnen, das Wesen ganz oben auf die Liste zu setzen. Vorbildliche Züchter haben die Welpen bereits an den Menschen und seine Umgebung gewöhnt. Achten Sie besonders auf eventuelle Scheu der Welpen. Von einem Wurf, der Sie ignoriert oder gar ganz in der Hütte bleibt, nehmen Sie besser Abstand. Lassen Sie sich Zuchtpapiere und Gesundheitszeugnis zeigen. Zum Export aus der Slowakei oder Tschechien nach Deutschland benötigen Sie die Zuchtpapiere in Exportversion (Aufschrift "Export Pedigree"), ein amtstierärztliches Attest über die Gesundheit des Welpen und die Tollwutfreiheit der Region sowie den Internationalen Impfpass. Impfungen gegen Parvovirose, Leptospirose, Hepatitis und Staupe, sowie das erste Entwurmen sollten bereits erfolgt sein. Gegen Tollwut impft man in der ehemaligen Tschechoslowakei im ersten halben Jahr nicht, da man der Meinung ist, daß die Welpen durch die Muttermilch solange natürliche Immunität besitzen und das Impfrisiko nicht unbeträchtlich ist.

Erkundigen Sie sich nach dem bisher gereichten Futter. Zuhause gewöhnen Sie den Welpen schrittweise an das von Ihnen bevorzugte Futter. Mir sind von Welpen des Tschechoslowakischen Wolfshundes keine Freßstörungen bekannt. Sie können Trockenfutter für Welpen geben, am besten zu Beginn in Verbindung mit Welpenmilch. Im zweiten und dritten Monat füttert man fünfmal täglich, im vierten und fünften viermal, im sechsten bis neunten dreimal und ab dem zehnten zweimal. Da die Welpen rasch wachsen, achten Sie auf die Gabe von Spurenelementen im richtigen Verhältnis. Vergrößerte Gelenke deuten auf Kalziummangel, in gewissem Umfang ist das beim Tschechoslowakischen Wolfshund jedoch normal. Bei Fragen konsultieren Sie Ihren Tierarzt besser rechtzeitig. Eine baldige Vorstellung würde ich sowieso empfehlen, um den weiteren Impfplan festzulegen.

Erste Erziehung

Dieses Kapitel sollte im Leben eines jungen Tschechoslowakischen Wolfshundes möglichst früh beginnen. Weil die Welpen deutlich schneller wachsen als zum Beispiel DSH-Welpen und eine rechtzeitige Prägung auf den Menschen absolut wichtig ist, empfehle ich den Welpen bereits im Alter von 5 Wochen zu sich zu nehmen.

Besonders in den ersten Wochen benötigt er viel Nähe und Zuwendung von seinem neuen Besitzer. Am besten hält man den Welpen in der Wohnung, so hat er ständigen Kontakt und kann bereits die ersten elementaren Dinge erlernen. Meine kleine Hündin war nach 14 Tagen stubenrein. Verhalten Sie sich bei einem Häufchen ruhig, tragen Sie den Welpen bei erkennbarer Unruhe nach draußen und belohnen Sie ausgiebig erwünschtes Verhalten. Bitte lassen sie Geduld walten. Das Allerwichtigste ist, daß der Welpe Vertrauen zu Ihnen faßt. Ordnen Sie diesem Ziel zunächst alles unter. Mit derben Strafen erreichen Sie vielleicht den ersten Schritt, verbauen sich aber jeden weiteren. Wachsende Zähne verursachen juckendes Zahnfleisch, was wiederum zu einer schier unstillbaren Beißlust des Welpen führt. Bei seiner Hundefamilie hat er gelernt, wie man in ein Hundefell beißen kann, wie man mit menschlicher Haut, Kleidung, oder Möbeln umgeht, müssen Sie ihm zeigen. Halten Sie reichlich Beißmaterialien (Bälle, Stöcke...) bereit.

Seien Sie immer konsequent, aber nie hart. Einmal verboten, immer verboten; einmal erlaubt, immer erlaubt!

Üben Sie von Beginn an das Kommando "Hierher". Belohnen Sie mit etwas für den Hund Schmackhaften (meine Hündin reagiert besonders auf Fleisch oder … Banane!). Gewöhnen Sie Ihren Welpen schrittweise an Leine, andere Menschen. Autos und auch Körperpflege (Augen und Ohren putzen. Zahnkontrolle). Versuchen Sie ihn spielerisch zum Apportieren zu bewegen und lassen Sie ihn in etwas (Gummi, fester Stoff, Leder) beißen, womit sie ihn zum Festhalten bewegen. Ziehen Sie ihn in Ihre Richtung und lassen Sie ihn ruhig gewinnen. Wenn er es schon gut beherrscht, können Sie durch sanften Druck auf die Lefzen bereits "Aus" trainieren. Das schafft gute Grundlagen für späteres Erlernen von Übungen. Achten Sie darauf, daß der Welpe keine Erfolge beim Jagen anderer Tiere macht. Leinen Sie ihn im Zweifelsfall an oder werfen Sie etwas geeignetes (Strafkettchen) hinter ihm. Wiederholen Sie Übungen nicht zu oft, um nicht zu demotivieren.

Zucht

In der Heimat des Wolfshundes gibt es eine Regel: "Die Hündin weiß, was sie tut, greifen sie nicht ein". Beachtenswert ist die Vitalität der jungen Hunde und das fehlerlose Verhalten der Hündinnen. Im Durchschnitt enthielt ein Wurf in der Tschechischen Republik 1993 6,9 Welpen. Die Durchschnittsverluste betrugen 8,5 %. Höher fällt der Anteil der erfolglosen Deckungen aus, er betrug im gleichen Zeitraum 18 %. Das liegt sicher zu einem großen Teil daran, daß der richtige Zeitpunkt für den Deckakt sehr schwer zu bestimmen ist. Ein großer Teil der Hündinnen ist nur einmal im Jahr hitzig, ein geringerer Teil zweimal, aber manche gar nicht. Die Länge der Hitze und der Zeitpunkt der Ovulation variieren erheblich.

In Deutschland gibt es bis heute weder eine Zuchtstätte, noch einen Verein. Grundsätzlich ist die Zucht mit den vom Züchter gelieferten Exportpapieren unter dem Dach der FCI möglich. Verantwortlich in Deutschland ist bisher der VDH-Rassebetreuer der FCI-Gruppe 1, Herr Otternbach.

Geleitwort

Ein Tschechoslowakischer Wolfshund kann viel Freude in die Familie bringen, wenn man sich mit ihm ausgiebig beschäftigt und ihn gefühlvoll erzieht. Er entwickelt eine enge Bindung nicht nur zu seinem Besitzer, sondern auch zur ganzen Familie einschließlich bereits integrierter Hunde. Dabei anerkennt er die privilegierte Stellung der Kinder und läßt sich von ihnen auch das gefallen, was er von einem erwachsenen Menschen oder Hund nicht ertragen würde.

In der ehemaligen Tschechoslowakei gibt es viele Wolfshunde, die Diensthundprüfungen bestanden haben, und einige, die sich im Agility messen. Diese Erfolge sind sicher zum großen Teil der erfolgreichen Arbeit des Herrn zuzuschreiben. Ebenso sicher ist jedoch, daß es Welpen gibt, die nicht dafür geeignet sind. Trotzdem können sie bei liebevoller Erziehung ein treuer Begleiter werden. Es hängt von der Fähigkeit des Menschen ab, sensibel auf das Wesen dieser intuitiv reagierenden Hunde zu wirken. Übermaß in der Strafe (Strafe kann schon ein lautes Wort- sein) oder sogar Gewalt wecken Fluchttrieb, Scheu oder sogar Gegengewalt. Es liegt am sechsten Sinn des Herrn, die aktuelle Verfassung seines Hundes zu spüren und entsprechend zu reagieren. Ihn ohne körperlichen oder seelischen Zwang zu etwas zu bringen - Haben Sie dieses im Sinn?



 
verwandte Links
· mehr zu Rasse
· Beiträge von Ulbrichova - 1995





Copyright by wolfdog.org. Hosted by Cyberdusk.pl
Page created in 0.053546 seconds.