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Willkommen zum Wolfshunde-Camp im Bröltal am 01.- 03. Juli 2005
Autor: Kerstin (14.07.2005, 21:28 Uhr)
Treffen Endlich gab es mal wieder ein Treffen, nicht am anderen Ende von Deutschland oder Tagesreisen entfernt. Nein, nur 2 Stunden Anfahrt sollten es werden. Und trotzdem herrschten dort ganz andere klimatische Bedingungen wie bei uns. Die Hiobsbotschaft kam am Freitag morgen: Bröltal überflutet, Katastrophenalarm, Wiese unter Wasser.

Hier zeigt sich dann mal wieder, dass einen Wolfshundebesitzer nichts schockt. Es waren schließlich noch ein paar Stunden Zeit, bevor es losging. Da wir uns auf das Treffen gefreut haben, lassen wir uns doch nicht durch Wasser bzw. Wetter abschrecken... Also, Anreise um 2 Stunden verschoben - in Ruhe getrödelt und die Ankunft auf Dunkelheit verschoben (im Dunkeln ist es nie so schlimm, wie bei Tageslicht).

Und siehe da, das Lagerfeuer brannte und Zelte standen auch schon da als wir gegen 23:00 Uhr dort (als die Einzigen ohne Gummistiefel = Optimisten) ankamen. Schnell noch Zelt aufgebaut, da es grade nicht regnete. Das Hering reinschlagen war ein Traum, da die Wiese schön aufgeweicht war. Einige schöne Stunden am Lagerfeuer folgten.

Nach dem Frühstück am Samstag ging es los zum Wald-Spaziergang.
Unterwegs trafen wir auf eine Kolonne mit Jagdhunden im Auto, bewacht von einem "Nein-ich-kann-nicht-grüßen-Jagdfreund". Vielleicht war er auch einfach nur sprachlos beim Anblick von so vielen Möchtegernwölfen, die nicht aus der Reihe getanzt sind, artig bei Fuß gegangen sind, keinen Jagdausflug unternommen, und keinen Jäger gestellt haben.

Zurück im Camp hatten die Hunde noch lange nicht genug. Also wurde wieder getobt.

Alte Freundschaften wurden aufgefrischt und neue Freundschaften geschlossen.
Jeder Hund hatte immer mal wieder die Möglichkeit mit Artgenossen zu spielen, raufen und zu toben, da ja bekanntlich auf jedes Töpfchen ein Deckelchen passt. Laufend fanden sich neue Spielkameraden.

Nachmittags gab Sandra uns ein Einführung ins Man-Trail, zu gut Deutsch Menschensuche.
Und siehe da: Kein Hund hatte Probleme, "seinen Menschen" und die leckere Belohnungsfleischwurst zu finden. Besonders interessant fand ich die verschiedenen Techniken der einzelnen Hunde. Unsere ganz alte Dame (kein TWH) hat fix und sorgfältig die Spur am Boden aufgenommen und verfolgt. Die Suche ging langsam (vielleicht auch durchs Alter bedingt), aber ruhig und sorgfältig vonstatten. Unser Junghund, 5,5 Monate jung hat die Spur aufgeregt, aber mit tiefer Nase und einigen Patzern (2-3 mal Spur verloren - 1-2 Meter zurück) ausgeführt. Unsere Hündin 3 Jahre, hat die Spur im Höchsttempo, Nase in die Luft, aufgenommen und gefunden (wahrscheinlich ein Greuel für Fährtenhundausbilder - aber trotzdem erfolgreich).

Am nächsten Tag, haben wir die ganze Sache nochmals intensiviert, mit dem Geruchstuch vom Vortag und mit einer neuen Strecke. Auch hier gab es ganz unterschiedliche Erfahrungen. Wir haben dann gleich noch Gäste, die sich nur informieren wollten, für die Arbeit ein-gespannt. Wir wollten nämlich wissen, ob unser Hund auch eine Fremdfährte aufnimmt. Auch das hat sie, in gleicher Manier, Nase in die Luft, getan. Wir waren echt erfreut, dass sie gleich kapiert hat, was wir wollten. Sandra hat uns verraten, dass eigentlich erst mal 8 Wochen mit einer Eigenfährte gearbeitet wird, (das wäre uns dann doch zu langweilig) um den Hund Sicherheit zu geben.

Man-Trail war eine klasse Erfahrung und hat uns bestätigt, ja, die Nase geht supergut - und es macht dem Hund Spaß.

Und dass zwischendurch gegrillt, gegessen, getrunken und geklönt wurde braucht nicht extra erwähnt zu werden. Das sollte doch immer selbstverständlich sein, oder?

Schön auch, dass einige "Tagesbesucher" und Interessierte den Weg fanden. Denn, nur Erfahrungen aus erster Hand sind auch Erfahrungen.

Sandra & Jörg, macht das gleich mal klar für nächstes Jahr. Wir würden gerne wiederkommen. Danke für Euren Einsatz und die gute Organisation dieses Jahr.

Kerstin Baldschun, 4. Juli 2005

 
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