Auf Einladung des Klubs der Züchter Tschechoslowakischer
Wolfshunden in Italien (C.A.L.C.) nahm eine "Vertretung" unseres Klubs an
der 1. Nationalen (Klub) Ausstellung Tschechoslowakischer Wolfshunden teil,
die am 5. September 1999 in Serramazzoni bei Modena stattfand. Die meisten
Teilnehmer reisten bereits am Samstag Abend, dem 4. September, an. Wir wohnten
gegenüber eines schönen Parks, wo die Ausstellung stattfand. Für die Mitglieder
unseres Klubs wurde am Samstag ein Besuch der praktisch einzigen funktionierenden
Zuchtstätte Tschechoslowakischer Wolfshunden in Italien arrangiert. Der Mitbesitzer
der Zuchtstätte ist Herr Fabio Caselli, der auch die ganze Veranstaltung mitorganisierte
(unsere Mitglieder kennen Herrn Caselli von der Klubausstellung 1999, auf
der seine Hündin Ariska die Junghundklasse gewann). Leider regnete es den
ganzen Samstag und es sah sehr schlecht aus für uns. Zusammen mit den italienischen
Ausstellern gab es dann noch ein Abendessen.
Wir wachten an einem nebligen Sonntag Morgen
auf, aber glücklicherweise regnete es nicht mehr. Im Laufe des Tages schien
sogar noch die Sonne, so daß die Ausstellung bei einem beinahe idealen Wetter
stattfinden konnte. Die Ausstellung begann um 10.00 Uhr morgens, und bereits
eine Stunde vor Beginn wußte man, daß es ein bedeutendes Ereignis werden würde.
Auf dem Ausstellungsgelände waren schon an die 60 Hunden anwesend und es kamen
immer noch mehr. Schließlich wurde die Zahl 60 erreicht. So wurde die Ausstellung
in Serramazzoni eine der größten Ausstellungen Tschechoslowakischer Wolfshunden
der Geschichte.
Die Wolfshunden wurden in zwei Ringen vorgeführt,
im einen die Hündinnen und im anderen die Hunden. Die Rüden wurden von
Ing. Karel Hartl, die Hündinnen von Ing. Monika Soukupova gerichtet. Ebenso
wurde der italienische Richter Herr Silvio Rivolta eingeladen, der die Unterstützung
und Einweisung von Ing. Hartl hatte. Die Anforderungen an die Richter waren
hart, in beiden Ringen waren immer 10-15 Teilnehmer. Dennoch kamen die Richter
schnell und ohne Probleme voran. Nach dem Richten der Rüden in den Ringen
und einer angemessenen Pause wurde das Programm auf der Festtribüne fortgesetzt,
wo die Welpen und die Paare bewertet wurden.
Danach endete die Veranstaltung mit der Ehrung
der Gewinner der einzelnen Klassen, des besten Rüden, der besten Hündin und
des Gewinners der Ausstellung. Die Qualität der vorgeführten Wolfshunden zeigte
laut Ing. Hartl, daß Italien über genügend Rüden verfügt, um eine erfolgreiche
eigene Zucht zu beginnen. Leider waren manche Teilnehmer zum ersten Mal auf
einer Ausstellung, und es war erkennbar, daß sie noch nicht über genügend
Erfahrung verfügten, ihre Hunden vorzuführen. Dennoch gab jeder sein Bestes
und ich denke, daß die nächste Klubausstellung ein noch besseres Level erreichen
wird.
Zusammenfassend kann man sagen, daß die Ausstellung
sehr gut vorbereitet wurde und daß die Organisatoren keine Probleme hatten.
Allerdings muß ich noch zwei Dinge erwähnen, die Probleme bereiteten. Das
Eine war die fehlende Disziplin einiger Teilnehmer, die nicht in der Lage
waren, die Exkremente ihrer Hunden zu beseitigen. Die Organisatoren taten
ihr Bestes, es gab ein Reinigungsteam auf dem Gelände und auch Schaufeln für
den "Selbstreinigungsservice". Das Andere war die Anmeldung einiger Teilnehmer,
die sich selbst nach dem Anmeldeschluß registrierten. Doch glücklicherweise
wurde keiner dieser Wolfshunden in den einzelnen Klassen plaziert.
Man kann sagen, daß die Ausstellung ein großer
Erfolg war, und daß alle Zweifel über die Arbeit des italienischen Klubs beseitigt
werden konnten. Wir können nur hoffen, daß ähnliche Ereignisse in den nächsten
Jahren wieder stattfinden und daß wir die Teilnehmer auf Ausstellungen bei
uns und in anderen Ländern wieder treffen werden.
P.S.: Aufgrund der sprachlichen Hindernisse
ist der Erfolg auch Sarka Matrasova und Viktor Kudlacek zu verdanken, die
als Übersetzer während und nach der Ausstellung behilflich waren.
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