Wie geht man vor ? DIE GRUNDREGELN DER AUSBILDUNG
Autor: Helena, Übersetzung: Peppy (30.08.2002, 00:46 Uhr) |
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- Der Hund versteht keine menschliche Sprache !
- Jede geforderte Reaktion bzw. jede Leistung müssen Sie Ihrem Hund nahebringen.
Das bedeutet praktisch, dass Sie z.B. Ihrem Hund helfen, die richtige Position
einzunehmen oder die geforderte Reaktion auszuführen (durch Ruck an der Leine,
Anstoßen der Kruppe, ihm die Handlung zeigen usw.).
- Das Kommando (normalerweise die Stimme, manchmal auch die Stimme und die
Gestik) muß immer vor diesen Hilfen gegeben werden. Zuerst sagen wir das Kommando,
dann manipulieren wir den Hund !
- Nach dem Erfolg (richtige Reaktion auf ein Kommando) folgt immer
ein Lob. Je eher Sie Ihren Hund nach erfolgreicher Ausführung des Kommandos
loben, desto mehr verbindet er die Freude mit diesem !
Vergessen Sie nicht:
- PHYSISCHER DRUCK - LOB !
Gleichgültig wie stark Sie Ihren Hund drängen müssen das Kommando richtig
auszuführen, das folgende Lob muss gegenüber dem ausgeübten Druck dominieren,
das heisst, dass Sie alles im Guten, für den Hund positiv beenden !
- VOM EINFACHEN ZUM SCHWIERIGEN
Behutsam den Schwierigkeitsgrad der Ausbildung steigern! Wir beginnen die
Ausbildung an einem ruhigen Platz, ohne Störfaktoren. Nachdem er alles gut
kann, beziehen wir die störenden Faktoren (andere Menschen, andere Hunde und
Geräusche) mit ein. Alle Übungen die aus mehreren zusammenhängenden Abläufen
bestehen (zum Beispiel Apportieren), oder solche, die den Hund über eine größere
Zeitspanne fordern, trainieren wir in einzelnen Abschnitten. Diese kombinieren
wir schließlich zu einer einzigen Übung, erhöhen langsam die Entfernung oder
die Zeitdauer der Übung.
- EIN KOMMANDO = EINE REAKTION
Das bedeutet, dass wir ein Kommando (laut und klar) geben und direkt danach
versuchen, den Hund dazu zu bringen, das Richtige zu tun. In der Phase "des
Erlernens" können wir das Kommando beim Loben nochmals wiederholen (als Bestätigung
für den Hund, dass er es richtig gemacht hat), aber nur in dem Moment, in
dem der Hund das Kommando unmittelbar ausgeführt hat (z.B. Kommando "SITZ"
- Ruck an der Leine + Berühren der Kruppe = der Hund setzt sich - "Guter Junge,
Sitz !") !
- KONSISTENZ / KONSEQUENZ
· Das ist eine der wichtigsten Grundregeln der Ausbildung. Wenn wir
unserem Hund etwas Bestimmtes verbieten wollen, muss diese bestimmte
Sache immer verboten werden und nicht entsprechend unserer Stimmung heute
ja, morgen nein ! Unser Hund versteht nicht, warum er es heute darf und morgen
nicht ! Wenn wir unserem Hund ein Kommando geben, müssen wir auch darauf bestehen,
dass er das Kommando ausführt ! Das heißt auch, dass wir bevor wir das Kommando
geben, prüfen, ob unser Hund auch wirklich eine Chance hat, das Kommando auszuführen.
Es macht keinen Sinn, dem Hund aus 5 m Abstand das Kommando "Platz" zu geben,
wenn er es nicht einmal neben unserem Bein tut. Das einzige, was Ihr Hund
vielleicht daraus lernt, ist, dass er auf Entfernung nicht auf Kommandos hören
braucht. Dann haben Sie ein Problem, besonders mit einem TWH !
Helena
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