Dieses Kommando ist der Grundstein eines komfortablen Leben mit einem Hund. Einen
Hund, der nicht wieder hergerufen werden kann, können wir auch nicht von
der Leine lassen (was für ihn heißen würde, sein Leben an der
Leine zu verbringen) oder wir riskieren im schlimmen Fall Sachschäden, und
im schlimmsten Fall den Tot des Hundes ( vom Auto überfahren oder von einem
Jäger erschossen).
Andererseits ist dieses Kommando eines der Schwierigsten, weil es wahrscheinlich
keinen Hund gibt, der dieses Kommando 100%tig befolgt (er ist eine Lebewesen und
keine Maschine). Es können immer unerwartete Umstände auftreten, die
das Verhalten des Hundes in irgendeiner Situation beeinflussen. Darum muss dieses
Kommando mit viel Konsequenz, Geduld, immer wiederkehrenden Übungen und
nicht zuletzt mit Weitblick, trainiert werden !
Am besten beginnen wir die Übung schon im sehr jungem Alter des Welpen zu
trainieren, wenn der Hund noch die natürliche Tendenz hat, in der nähe
seines Herrn und den anderen Rudelmitglieder (andere Menschen oder ein anderer
Hund in der Familie) zu bleiben. Der Partner Nummer 1 muss aber der Mensch,
und nicht ein Hund, sein, sonst wird der Welpe in Zukunft anderen Hunden den
Vorzug uns gegenüber geben! Nehmen Sie Ihren Welpen so oft wie möglich
von der Leine (natürlich nur an sicheren Orten). Machen Sie es sich zu Nutzen,
das der Welpe normalerweise immer zu Ihnen kommt, wenn er bemerkt, dass die Distanz
zwischen Ihnen zu groß ist. Dieses Augenblick müssen Sie nutzen! Und
wenn er wieder bei Ihnen ist, dann loben und ermuntern Sie ihn kräftig. Wenn
er kommt, spielen Sie mit ihm und geben Sie ihm eine besondere Belohnung (Sie
sollten immer Ihre Taschen voll von guten und besonderen Belohnungen haben!).
Lassen Sie den Hund danach wieder gehen. Sie können sich auch mal verstecken
oder wegrennen und den Hund dann rufen oder pfeifen. Falls Ihr Hund an etwas Anderem
sehr interessiert ist, bringen Sie ihn dazu (durch erzeugen von Lärm, wie
Hände klatschen oder pfeifen ) wieder aufmerksam zu sein! Natürlich
müssen Sie, den Hund, wenn er zu Ihnen kommt oder Sie findet, stürmisch
begrüßen, viel loben und eine besondere Belohnung geben. Ich empfehle
auch sich hinzuhocken, wenn Sie den Hund rufen, weil Ihre Größe dann
akzeptabler für den Hund ist und Sie nicht mehr so übermächtig
wirken.
Die ganze Schauspielerei hat ein bestimmtes Ziel: Ihrem Hund zu lehren, das er
Sie beobachten und aufmerksam sein soll und wenn er zu Ihnen kommt, er eine schöne
Belohnung erhält. Auf diese Art schaffen sie eine positive Basis und Verbindung
zwischen Ihnen und dem Hund, die für die zukünftige und weiterführende
Ausbildung notwendig ist.
Versuchen Sie erst gar nicht den Hund zu fangen oder zu jagen, wenn er nicht zu
Ihnen kommen will. Manchmal, wenn er noch sehr jung und klein ist, mag Ihnen das
vielleicht gelingen und Sie können ihn dann korrigieren! Wie auch immer!
Die Wachstumsphase eines TWH`s, in der Sie ihn fangen können, ist sehr schnell
vorbei, von einem Tag auf den Anderen (Ich spreche da aus Erfahrung ! :o) ).
Das Kommando "Frei !" (benutzt nur in tschechische und
slowakische Trainingslregeln)
Das Kommando, wenn Sie wollen, das Ihr Hund frei laufen soll, ist "Frei
! ". Im normalen Leben ist es nicht notwendig, dem Hund dieses Kommando
zu geben, weil z.B. auf einem Spaziergang so viel Dinge zu erkunden sind, dass
der Hund automatisch weggeht, wenn er es darf. Jedoch ist es für die Prüfung
des Kommandoabrufs normalerweise erforderlich, dieses Kommando zu trainieren
(der Hund muss wenigstens 10 Schritte weggehen). Dieses Kommando ist, merkwürdigerweise,
sehr oft ein Problem. Für einen zu geringen Abstand vom Kommandogeber,
gibt der Richter normalerweise weniger Punkte.
Hierbei ist wieder wichtig, ein stereotypes Training zu vermeiden ! Wenn Sie
mit dem Hund auf immer dieselbe Weise trainieren - frei laufen lassen, rufen
und dann wieder gehen lassen - wird er sehr bald nicht mehr von Ihnen weggehen,
weil er dann eh erwartet gleich wieder hergerufen zu werden. Achten Sie darauf
, die Örtlichkeiten zu wechseln, die Intervalle der Kommandos zu variieren
und dem Hund Pausen zu geben. Spielen Sie zwischenzeitlich mit ihm. Oder werfen
Sie dem Hund ein "Stöckchen", oder Ähnliches Diese Geste
macht ihm auch deutlich, das er weggehen darf (Kommando " Frei !").
Leider können Sie für die oben besprochenen Dinge nichts werfen.

Das Kommando "Frei !", wird häufig durch eine Gestik unterstützt,
die Ihrem Hund das "frei laufen" verdeutlichen soll.
Helena
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