So, bevor nun ein neuer Lebensabschnitt für mich anfing und ich über mein neues Zuhause, meine Mitbewohner und was man als junger Wolfshund alles so erlebt und anstellen kann, erzähle.........
Jetzt sollte ich besser doch noch auf die ersten acht Lebenswochen bei meinem Züchter zurück blicken, vielleicht mit die wichtigste Station eines Wolfshundes. Das ist ja schließlich die Person, die dafür, dass man nun auf der Welt ist die Verantwortung trägt, und wohl auch in Zukunft neben dem neuen Eigentümer/Besitzer diese übernehmen soll, falls mal was schiefgeht!!
Also, mal von Anfang an!
Geboren wurde ich Anfang Oktober 1999 in einer sogenannten Wurfbox, die schon etwas das Gefühl von einer natürlichen Wurfhöhle vermittelte. Auf jeden Fall war es dort drin sehr gemütlich, das meinten meine sechs Geschwister --drei Jungs und drei Mädchen-- (worüber ich zu einem später zu einem späteren Zeitpunkt teilweise noch berichten werde), wohl auch.
Wir wurden ja auch von unserer Mutter bestens mit Milch versorgt; außerdem hatte ich schon nach ein paar Tagen, vermittelt über meinen Geruchssinn, das Gefühl, dass hier noch andere, wohl Menschen, um uns Sieben besorgt waren. Schön zu wissen!
In den nächsten Tagen lief alles wie am Schnürchen und mit etwa zehn Tagen wurden dann die Augen geöffnet, um so endlich das Licht der Welt zu erblicken. Nun hatte man ja auch einen besseren Überblick.
Unsere "Höhle" bestand aus einem speziellen Wurfinnenraum mit angeschlossenem Vorbau. Der Ausgang zu diesem Vorbau war komischerweise noch durch ein ca. 12cm hohes Brettstück versperrt, sodass wir uns innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen noch nicht selbstständig machen konnten.
Ein wärmendes, rotes Licht, was oben auf dem Deckel der Box aufgesetzt war, und hauptsächlich in den ersten paar Wochen überwiegend Nachts wenn es kalt war eingeschaltet wurde, machte es uns noch gemütlicher.
Mit knapp zwei Wochen wurden wir schon das erste mal entwurmt, so ein flüssiges, ekelerregendes Zeug, welches wir mittels einer Spritze von unserem Züchter, in kurzen Abständen vorsichtig in den Hals gespritzt bekamen. Das Zeug war so ekelhaft, dass manche meiner Geschwister es zum Teil wieder ausspuckten. Insgesamt wurden wir vier mal entwurmt, das letzte mal in der achten Woche mit Tabletten über drei Tage hinweg.
Der Zuchtwart war mittlerweile auch schon da gewesen und hatte uns begutachtet.
Immer öfters am Tag ging jetzt der Deckel der Wurfbox auf und wir wurden von unseren "zweibeinigen Eltern" beobachtet. Oftmals kamen auch Leute zu Besuch, wo wir dann schon Kontakt mit aufnehmen konnten. Dies blieb aber uns überlassen, bedrängt zu werden das musste eh nicht sein.
Die nächste Zeit verging eigentlich wie im Flug. Da wir mit ca. zweieinhalb Wochen schon fast laufen konnten, war es ja nun langsam an der Zeit die Gegend mal zu erkunden. Dieses blöde Absperrbrett war nun langsam auch kein Hindernis mehr, es wurde so oder so dann entfernt.
Ausserhalb unserer "Höhle" standen uns ca. 30m² Auslauffläche zur Verfügung, die natürlich nach und nach begutachtet werden mussten. Unsere eigentliche Mutter sah dies alles mit äußerster Ruhe und Gelassenheit. Wenn mal Gefahr im Vollzuge war, wurden wir natürlich immer rechtzeitig gewarnt und verkrümelten uns dann sicherheitshalber wieder in die "Höhle". Ist ja alles auch ein ganz natürliches Verhalten! So bekamen wir vieles von unserer Mutter beigebracht, was uns im späteren Leben mal nützlich sein konnte!
Im Alter von gut drei Wochen wurde uns schon von unserem Züchter zugefüttert. Nicht dieser schleimige Brei, sondern schon festes, in Brockenform, zerkleinertes naturnahes Futter. Übrigens, eine gute Lösung, so mussten wir auch unsere, im Alter von drei Wochen rausgekommenen Zähne benutzen und es entstand nicht, durch dieses schnelle Hinunterschlingen, dieser Futterneid!
Nächst Folge: Die letzten drei Wochen beim Züchter
Chiko
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