Seit Geburt der ersten Kreuzlinge vom Wolf und dem Hund sind im Mai 1997 neununddreisig Jahre vergangen. Innerhalb dieser Zeitdauer für diejenigen, die ganz von Anfang an dabei waren, sind manche Kenntnisse verblaßt, manche sind schon verloren gegangen, oder manche haben andere Dimension bekommen. Deshalb erwähne ich kurz die Informationen, die erweitert wurden in Vorträgen während der Ernenungssitzung des Klubs der Züchter des TWH, am 20. März 1982 von Oberstleutnant Ing. Karel Haiti und mir (Frantisek Rosik). Im nächsten Teil orientieren wir uns nur auf überprüfbare Tatsachen der Züchtung und ihre Ergebnisse.
Bei den ersten Kreuzungen haben sich die Züchter aus Tschechei und Slowakei einander ergänzt und sich geholfen. Die Idee der Kreuzung von unterschiedlichen Rassen berüht in den Anforderungen der Staatlichen Grenzschutzdienst. Es wurde die Zufuhr vom Wolfsblut in den Deutschen Schäferhund (DSH) für einen vom Weg gehalten. So hat bei uns die Kreuzung zwischen dem Wolf und dem Hund angefangen. Die ökonomischen Anforderungen waren groß und ohne ihre Sicherung durch Grenzschutzdienst hätte man überhaupt nicht anfangen können.
Oberstleutnant Ing. Karel Hartl hat das Projekt um Kreuzlinge vom Wolf und dem Hund zu gewinnen und für Forschung von vielen Fachfragen, deren Lösung die nutzung der Hunde im Dienst erhöhen sollte, ausgearbeitet. Er hat die Wölfin BRITA vom Lehrer Herr Hajek aus Teplice gesichert. BRITA stammte von dem Waldrevier Palota in Ostslowakei. Ing. Hartl hat die Partner für ihre Paarung gesichert. Die ersten Welpen der Verpaarung der Wölfin und DSH CEZAR z Brizoveho haje sind am 26.05.1958 in Libejovice auf die Welt gekommen.
Der weitere Weg war sehr kompliziert. Man konnte nicht die bekannten Wege nehmen. Keine Hinweise, keine vorbereiteten Wege waren da. Es war nur der Wille da, alle Hindernisse zu überwinden und zu gewinnen. Obwohl viele Fakten über die Verbesserung gewonnen worden sind, war die Mißgunst der Sympatisanten vom DSH gegen diese Tätigkeit gewachsen. Es ist nicht meine Aufgabe die Ziele deren, die uns nicht wohl gegonnen waren, obwohl die erzielten Ergebnisse unsere Tätigkeit klar bestätigt haben, zu beurteilen. Es scheint nicht, daß diese Mißgunst spontan war. Die konkrete Zielrichtung im großem Ausmaß, Druck von oben nach unten, das Aufstellen von Hindernissen, Anzweifeln der erzielten Ergebnisse belegen diese Meinung.
Dies alles, und noch viele in dieser Zeit sich vorstellbaren Probleme haben die Situation hervorrufen, daß alle Züchtstationen der Grenzschutzdienstes in der Tschechei die Haltung der Kreuzlinge vom Wolf und DSH bechränken mußten, sogar zu ihrer Stillegung. Einige opferwillige zivile Züchter, die in der Zucht in der Tschechei weiter gearbeitet haben, ver-lierten ihre Nachkommenschaften unter äußerlichen Bedingungen, vorallem wegen fehlende Unterstützung. Nach dem Jahr 1971 ist es zum totalem Abbruch der Kreuzungszucht in der Tschechei gekommen. Die Zucht ist erst am 11.08.1981 erneuert worden, als bei Herrn Vladimir Madlo aus Kolin die Hündin ZILKA z Pohranicni straze (z PS), die er von Grenzschutzdienst Bratislava auf Revers übernommen hat, Welpen warf. Von der ursprünglichen tschechischen Zucht blieb bei Herrn Driml in Kozolupy bei Plzen der Rüde VIGANT, geboren am 11.01.1970, der zur Zeit der Klubentstehung 12 Jahre alt war.
In der Zucht hat der Grenzschutzdienst aus Bratislava ohne Unterbrechung seit dem Jahr 1958 weiter gearbeitet. Der Sitz ist mehrmals gewechselt worden: Samorin, Malacky, Dlhe luky.
Die Zucht der Kreuzlinge in der Slowakei hat ihren Ursprung in Samorin. Nach der Übernahme des Welpen BERTA Fl von Oberstleutnant Ing. Hartl im Jahr 1958 ist die Arbeit ohne unterbrechen weiter gegangen bis zur Gründung des Klubs der Züchter des TWH im Jahr 1982, und bei bestimmten Gruppen ist es auch nach Gründung des Klubs weiter gegangen. Ohne Mitarbeiter, ohne eine Anzahl von Sympatisanten aus der Reihe der Zivilisten wäre der Endeeffekt gleich Null. Gemeinsam haben wir an einem Strang gezogen. Und diese Tatsache war entscheidend.
Trotz Schwächung des Zuchtmaterials durch Abrufen der Hunde OLD, ODIN, ONYX, OLA und OSA waren wir Mitte des Jahres 1961 aktiv. Nach dem Wurf in Libejovice haben wir die OSA in die Slowakei zurück verlangen. Den ersten Wurf hat sie in der Slowakei am 06.11.1962 in unserer Züchtstation bekommen. Die Wurfanzahl ist Schrittweise gewachsen und im Jahr 1970 wurden 30 Würfe erreicht.
Als die ersten , haben wir die Kreuzlinge der F3 Generation für die Dienstleistung abgegeben. Mit dem Tagesbefehl 071/63 wurden den Hundeführern folgende Hunde gegeben: KID - 3674, KIM - 3675, KASTA - 3676, KRETA - 3677 und KACA - 3678. Vater: DSH SAVAN z PS, Mutter: OSA F2 Generation, die Tochter von DSH HASSO zo Samorina und BERTA Fl nach Wölfin BRITA und DSH CEZAR z Brizoveho haje. Der Wurftag war der 06.11.1962.
Obwohl auch auf uns der Druck um Stilllegung der Zuchtarbeit ausgeübt wurde, befanden wir uns im anderen Lage. Die gut zusammengewachsene Gemeinschaft hat sich nicht unterkriegen lassen. In dem Punkt, wo Züchter in der Tschechei nicht weiter gearbeitet haben, haben wir angeknüpft. Einige Tiere, die in der Tschechei vor der Liquidation standen, das war umgefähr im Jahr 1970, haben wir gerettet, indem wir sie in die Slowakei übernommen haben. Es waren INK, BARA und ERO. Sie erscheinen als Ureltern, Urureltern in den Ahnentafeln mancher Tiere, die nach Entstehung des Klubs der Züchter des TWH bei der weiteren Züchtung teilgenommen haben.
Es ist uns gelungen innerhalb unserer Züchtstationen einen Kreis von Dienst- und Zivilzüchtern und Sympatisanten für diese Arbeit zu bilden. Es war uns auch gelungen Zuchtbasis zu erweitern, die uns erlaubt eine bessere und qualitative Auswahl für weitere Zucht zu haben und im Zusammenhang damit sicherte sie die Anforderungen des Grenzschutzdienstes. Wir gründeten ein Zentrum für Kreuzlinge ein, von dem wir die Zucht in das ganze Gebiet der Slowakei, Mähren un in die Tschechei erweiten konnten. Wir gewannen und überzeugten eine Anzahl von Interessenten, die von uns die Tiere zur Zucht genommen haben, auch auf Revers. Wir waren nicht zersplittert, sondern eine feste Einheit.
Mit unserer Tätigkeit haben wir die Entstehung vom TWH, und des Klubs ermöglicht, weil in der Zeit der Gründung vom Klub der Züchter des TWH, d. h. am 23.03.1982, alle züchtfähigen Tiere oder ihre Eltern von unserer Züchtstation oder von Zivilzüchter kamen, die Tiere von unserer Station hatten.
Kommen wir jetzt zu Fragen der Kreuzung und schauen wir auf ihre Ergebnisse (Bild 1.).
1. Kreuzungsphase
(Bild 1.)
Die Karpatenwölfin BRITA wurde mit zwei Rüden DSH (Deutsche Schäferhund) gedeckt. Von den 4 geborenen Hündinnen und l Rüde nach CEZAR z Brizoveho haje sind 3 Hündinnen und l Rüde in der Tschechei behalten worden, und l Hündin ist in die Slowakei verkauft worden. Von den geborenen 2 Hündinnen und 4 Rüden nach KURT z Vaclavky sind 2 Hündinnen und 3 Rüden in der Tschechei geblieben und l Rüde ist in die Slowakei verkauft worden. Von den 9 Welpen in der Tschechei sind 8 Tiere untergegangen. Es ist nur die Hündin BETY Fl geblieben. In der Slowakei wurde mit beiden Tiere weitergezüchtet.
Schon in dieser Phase ist deutlich, daß ohne Ergebnisse, die in der Slowakei erreicht wurden, der Weitergang nicht möglich gewesen wäre.
Zum Bild 1.:
Von der Welpenpopulation nach BRITA in der Tschechei ging die Zucht nicht weiter. Von der Rüdenpopulation blieb der Rüde HRON F3 Generation bei Herrn Driml. Von dieser Verwandschaft wurden BERTA Fl und der Rüde BIKAR Fl in der Slowakei eingesetzt.
2. Kreuzungsphase
(Antritt der Kreuzlinge aus Slowakei)
Um weitere Kreuzungen zu ermöglichen wurden in der zweiten Hälfte des Jahres 1961 Tiere aus der Slowakei in die Tschechei verlegt. Es waren: Rüden OLD, ODIN, ONYX und die Hündinnen OLA und OSA. ONYX und OLA sind untergegangen. OSA, ODIN und OLD beeinflußten grundsätzlich die weitere Entwicklung der Züchtung in der Tschechei. (OSA - Bild 2., ODIN - Bild 3., OLD - Bild 4.).
Zum Bild 2.:
OSA hat die Zucht der Kreuzlinge in den Züchtstationen in der Tschechei durch ihre Tochter CAPKA F3 Generation, ihre Enkeltochter ANETA F4 Generation und ihre Urenkeltochter DURA F5 Generation positiv wiederbelebt. Den Verdienst an der Erweiterung der Nachkommenschaft von OSA hat der Züchter Herr Kincl mittels der Hündin DURA F5 auf Revers. Die Unterbringung ihrer Nachkommenschaft bei weiteren Zivilzüchtern hat die Möglichkeit geschaffen, daß die weitere Nutzungs-Auslese bei 8 Rüden und 7 Hündinnen stattgefunden hat, von denen eine (ALKA) weitere zwei Würfe hatte.
Die Hündinnen aus dem Züchtstationen des Grenzschutzdienstes wurden nicht erneut gedeckt. Die geborenen Tiere wurden nicht weiter in der Zucht genutzt.
Zum Bild 3.:
Bis Jahr 1966 war fast die Hälfte der Nachkommenschaft in den Dienst (16) und zu Zivilzüchtern (18) abgegeben werden, ein Teil war aussortiert. Nach Jahr 1966 ist die Nachkommenschaftzucht von ODIN nur bei Zivilzüchter weitergegangen. Der Züchter Herr Stehlik aus Horni Pocernice hat von drei Würfen für Zivilzüchter 10 Rüden und 7 Hündinnen aufgezogen. Der Züchter Herr Berousek aus Plzen hat von vier Würfen 10 Rüden und 6 Hündinnen aufgezogen. In einem Fall hat man die Inzuchtkreuzung 2/1 auf ODIN gemacht (Wurf F3xF5 den 01.06.1971).
Die weitere Entwicklung der Zucht der Nachkommenschaft von ODIN ab Jahr 1971 ist bei Zivilzüchtern unbekant.
Zum Bild 4.:
Die Nutzung von OLD war größer als bei ODIN. ODIN deckte 8 Deutsche Schäferhündinnen und OLD 13 Deutsche Schäferhündinnen, von denen sich die Nachkommenschaft entwickelt. Von seinen 55 Söhne und Töchtern haben sich in der Zucht 5 Hündinnen und l Rüde durchgesetzt. Die Grundmerkmale der OLD-Nachkommenschaft sind ähnlich wie bei ODIN. Auch hier steigen ab Jahr 1966 die Zivilzüchter ein. Der Züchter Stehlik aus Horni Pocernice zog für weitere Züchter 4 Rüden und 2 Hündinnen auf, Dr. Kafka 4 Rüden, Herr Vesely aus Vejprnice 9 Rüden und 7 Hündinnen, Herr Driml aus Kozolupy 15 Rüden und 20 Hündinnen. Nach 1970 waren 56 Tiere bei Zivilzüchtern.
Die weitere Entwicklung der Zucht von diesen Tieren ist ab Jahr 1971 unbekannt.
3. Kreuzungsphase
(Rettung der Kreuzlinge nach Wolf ARGO)
Der Wolf ARGO wurde bei der Kreuzung in der Polizeistelle Bychory benutzt. Er deckte die Hündin ASTA (DSH) im Jahr 1968. Der Wurf ist nicht wiederholt worden. Ob er auch zum Decken anderer Hündinnen (DSH) genutzt wurde, dafür habe ich keine Informationen und Beweise. Aus der ersten Verpaarung wurde die Hündin URA - SNB Fl belassen. Über das Schicksal weiterer Tiere, stammend aus diesem Wurf, gibt es keine nachweisbaren Kenntnisse.
URA - SNB Fl wurde mit AJAX v. Altenplan gedeckt. Die Verpaarung wurde einmal wiederholt. Aus der ersten Verpaarung wurde der Rüde INK - SNB F2 belassen und aus zweiter die Hündin BARA z PS F2. Über weitere Nachkommenschaft von erster und zweiter Verpaarung gibt es keine nachweisbaren Kenntnisse.
Die Kreuzlinge INK - SNB F2 und BARA z PS wurden in Libejovice plaziert. Weil ihnen dort die Gefahr der Liquidation drohte, wurden sie auf mein Gesuch in die Grenzschutzdienst Bratislava hintransportiert. Ich denke, daß ohne Umzug von INK - SNB F2 und BARA z PS F2 wären die Nachkommen des Wolfes ARGO untergegangen.
D i e S c h l u ß f o l g e r u n g:
Im Jahre 1971 wurde die Kreuzlingszucht in dem Züchtstationen des Grenzschutzdienstes in der Tschechei aufgelößt. INK und BARA erscheinen als Ureltern und Urureltern in den Ahnentafeln von einigen Tieren, die nach der Entstehung des Klubs der Züchter des TWH am weiteren Zuchtgeschehen teilgenommen haben. Anhand der Ausweise über die Herkunft der Hündinnen und Rüden aus dem Grenzschutzdienst Bratislava können wir ersehen, daß sie den Grundstock der Zucht des TWH nach der Entstehung des Klubs der Züchter des TWH im Jahr 1982 bildeten. (Die Ausweise sind publiziert in "10 Jahre des Klubs der Züchter des TWH" in Bratislava 1992 ).
|
Anteil der Stationen des Grenzschutzdienstes an der Zucht in den Jahren 1958 – 1970
|
| Ort |
Zahl
der Würfe
|
Percent
(%)
|
Anzahl der
gezüchteten
Welpen
|
Percent
(%) |
Zahl für
Dienst
|
Percent
(%)
|
Zahl für
Zucht
|
Percent
(%)
|
| 9 b PS |
1 |
1.08 |
6 |
1.45 |
5 |
4.62 |
0 |
0.00 |
| Vestec |
2 |
2.17 |
6 |
1.45 |
0 |
0.00 |
0 |
0.00 |
| Karlovy Vary |
5 |
5.43 |
19 |
4.60 |
7 |
6.48 |
0 |
0.00 |
| Grabstein |
4 |
4.34 |
21 |
5.08 |
1 |
0.92 |
3 |
6.97 |
| Libejovice |
41 |
44.56 |
191 |
46.24 |
39 |
36.11 |
13 |
30.23 |
| Malacky |
39 |
42.39 |
170 |
41.96 |
56 |
51.85 |
27 |
62.79 |
| ZUSAMMEN |
92 |
100.00 |
413 |
100.00 |
108 |
100.00 |
43 |
100.00 |
|
Die Aktivität der Zivilzuchtstationen in der Tschechei
|
Jahr
|
1966 |
1967 |
1968 |
1969 |
1970 |
1971 |
| Würfe |
3 |
4 |
5 |
6 |
3 |
5 |
| Welpen |
9/5 |
14/8 |
12/13 |
18/13 |
9/12 |
9/14 |
|
Die Situation in der Zucht der Kreuzlinge in Jahren 1975 – 1980 in der Zuchstationen des Grenzschutzdienstes
|
Belegbaren
Jahren
|
1975 |
1976 |
1977 |
1978 |
1979 |
1980 |
| Würfe |
Welpen |
Würfe |
Welpen |
Würfe |
Welpen |
Würfe |
Welpen |
Würfe |
Welpen |
Würfe |
Welpen |
| Tschechei |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Slowakei |
11 |
59 |
14 |
87 |
16 |
97 |
21 |
105 |
30 |
159 |
26 |
131 |
|
ZUSAMMENU: 118 Würfe 638 entwöhnte Welpen
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Bild 1
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Bild 2
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Bild 3
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Bild 4
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Bild 5
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Bild 6
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Bild 7
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Bild 8
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Franti¨ek Rosík (Slowakei)
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