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Old 12-01-2006, 11:52   #6
Silvester
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Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch noch ein paar Worte zum Thema anbringen und ich denke, daß wir als Twh- Halter wohl prinzipiell alle betroffen sind.

Zunächst will ich Beowulf in vieler Hinsicht ausdrücklich zustimmen! Da mein Rüde sich sehr ähnlich verhält, wie er es von seinem beschrieben hat, habe ich auch in Bezug auf die Reaktionen der lieben Mitbürger und Mit - Hundehalter dieselben Erfahrungen gemacht, insbesondere diejenige, daß der größere Hund sozusagen automatisch im "Unrecht" und der "Böse"ist, wenn es eine Auseinandersetzung gegeben hat.
Wenn dann auch noch auf die Frage nach der Rasse der Namensbestandteil "Wolf..." erwähnt wird, ist bei nahezu sämtlichen "Normalbürgern" ( d.h. Leuten ohne fundiertes Wissen über Hunde - leider die weit überwiegende Majorität der Menschen... und zwar ausdrücklich einschließlich derjenigen, die selbst einen Hund besitzen !) sofort auf Deutsch gesagt: die Klappe unten- und der "böse" Wolfshund der "Schuldige".

(Ich habe alle diese v.g. Worte in Anführungszeichen gesetzt, da sie keinerlei Bezug zum biologischen und ethologischen tatsächlichen Geschehen einer Auseinandersetzung zwischen Hunden haben.Sie drücken lediglich vermenschlichende oder evtl. noch juristische Einschätzungen aus, die hier völlig unangebracht sind.)

Inzwischen gebe ich aus derlei Erfahrungen heraus meistens als Antwort auf die Frage nach der Rasse meines Tieres schlicht : " Ein Schäferhund-
Husky- Mix " an . (Das empfehle ich an dieser Stelle weiter!) Nur bei mir bekannten Menschen von denen ich weiß, daß sie Hundeverstand haben, halte ich es für angebracht , das nicht zu tun. Dies aus langjähriger Kenntnis der Mentalität des meisten Leute... und wie von Beowulf beschrieben und bestätigt!

Ich halte es allerdings in Gegensatz zu seinem Optimismus für vergebliche Liebesmüh`und auch in der täglichen "Gassigehpraxis" für nicht durchführbar, die Leute jedesmal einzeln besser informieren zu wollen.

Ignorante oder schlicht voreingenommene oder gar dumme Menschen bessern oder ändern zu wollen, ist ein Bemühen, das sicher aller Ehren wert ist, aber m.E.meist nicht zum Erfolg führt.

Zitat: " Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens!"

Zu guter Letzt möchte ich noch kurz auf die angesprochenen Probleme mit den erwähnten "Mauerhunden" eingehen,d.h. Tieren die beim tschechischen und auch DDR- Militär zur Sicherung des damals sog. "antifaschistischen Schutzwalls" ( noch dämlichere Lüge nicht denkbar) eingesetzt waren.

Hier hat es in der Tat die von Beowulf bereits beschriebenen Schwierigkeiten zuhauf gegeben ! Aber mit Sicherheit NICHT auf Grund der
Rassezugehörigkeit bestimmter Hunde! (Die meisten Grenz- oder Mauerhunde waren auch Dt. Schäferhunde und Kauk.Owtscharkas)
Man kann von KEINEM Hund mit einer entsprechenden Ausbildung und mannscharfem Training und langjährigem Einsatz erwarten, daß er sich hinterher -evtl.gar in einer Familie- wie ein sanftmütiger Sofateddy benimmt!! Das zu behaupten,nur um die Hunde "loszuwerden" war unverantwortlicher und m.E. sogar strafrechtlich relevanter völliger Schwachsinn!

(Ich wundere mich allerdings auch über die Naivität - um nicht zu sagen Dummheit- der Leute, die sich ein solches Tier zugelegt haben, ohne sich entsprechend zu informieren oder ohne irgendeine fachliche Kenntnis in Bezug auf Hunde zu besitzen...)

Nur hat das - wie oben bereits gesagt- absolut NICHTS mit der Rasse der Tiere zu tun ! Leider ist aber wohl für manchen Unkundigen das Bild unserer schönen Rasse im Einzelfall dadurch tatsächlich sehr ins Negative entstellt worden.

Daß dies eben NICHT das Normalverhalten eines Twh. darstellt , sollte jedem auch nur ein bißchen "Hundeverständigen" klar sein.

Leider kann man aber die Wahrheit nicht jedem Menschen vermitteln...( siehe oben.)

Gruß Smartwolf
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