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Erziehung & Charakter Was muss man bei einem Welpen beachten, wie sozialisiere ich ihn, die meisten allgemeinen Probleme mit dem TWH, wie löse ich sie

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Old 16-02-2011, 21:03   #21
Katrin
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aber das macht seine erziehungsmethoden ja noch nicht besonders...
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Old 16-02-2011, 21:26   #22
koboldine
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"Respekt und Wohlwollen vor dem / für das Wesen des Anderen" gehört für mich noch in die Riege neben Konsequenz und Eindeutigkeit. 

Vielleicht noch ein Gedanke... Erziehung ist in den letzten Jahren zu einer Art Buh-Wort geworden, denn konsequent zu sein macht einen nicht zwingend beliebt - bei den Mitmenschen. Das wird dann in der verzweifelten Suche nach Anerkennung und (Selbst-)Wert schnell mal auf die Kids und die Viecher projeziert, tja, und schon tanzen die lieben Kleinen auf den Nasen der Suchenden

Daher wurde "Erziehung" im Hundebereich einfach mal "neu erfunden"; aber es hat ein Gutes: wer seinem Bauchgegühl nicht traut bekommt inzwischen eine Menge Möglichkeiten es durch Theorie zu ersetzen.

Bitte nicht vergessen, dass ein "fremder konsequenter" Mensch erstmal Eindruck auf Mensch und zu erziehenden FiFi macht, somit der größte vorzeigbare Erfolg in den ersten Stunden zu sehen ist (hach, wie ausgewechselt, hätt nicht geglaubt, dass Fifi das kann....). Hat Fifi sich an den Fremden "gewöhnt", sind die alten Muster schnell wieder da.
Tja, daher ist meist die Erziehungshilfe für eine Stunde mit dem Tier beschäftigt und neun Stunden mit dem "Anderen Ende der Leine"...

Solange man offen für alles ist, findet man bei jedem Entertainer bzw Trainer ETWAS für sich und seine Hunde, und kann somit einen eigenen Stil entwickeln.

LG koboldine   
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Old 16-02-2011, 21:39   #23
koboldine
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Originally Posted by Katrin View Post
jetzt nochmal was anderes zum eigentlichen Thema: was macht denn jetzt der Rütter so besonderes was andere nicht machen?
Er macht nichts Besonderes mit den Hunden, aber er hat eine unterhaltsame Art den Menschen einen Spiegel vor zuhalten - charmant, lustig etc.
Die Leute werden von ihm nicht wegen Unfähigkeit bloß gestellt, sondern bekommen freundlich (inzwischen auch teuer = gut) vorgeführt, wie es sein könnte. 'that's it - Geschäftstüchtig allemal
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Old 17-02-2011, 10:35   #24
Gernot160
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Originally Posted by Katrin View Post
aber das macht seine erziehungsmethoden ja noch nicht besonders...
Katrin, seine Methoden sind nicht besonders, ich kenne einige Hundetrainer, die bereits lange vor Martin Rütter eben genau mit diesen ansätzen gearbeitet haben. Nur, Martin Rütter sieht eben recht nett aus (lässt sich als Mann immer schwer beurteilen), kommt sympathisch rüber, vermittelt das Ganze auf eine nette Art, und er hat eben mit VOX ein perfektes Marketingkonzept erarbeitet, welches ihm regen Zulauf, und somit auch deutlich bessere Gagen bringt! Und eben genau das ist das Besondere daran, er hat sich perfekt vermarktet.

Ich denke, letztlich hat es auch Torsten mit etwas anderen Worten gesagt, man muss bei der Erziehung seines Hundes einfach Konsequenz zeigen, sowohl positiv als auch negativ, und je früher der Hund die Verknüfungen erstellt um so einfacher gestaltet sich das Zusammenleben zwischen ihm und seinem Besitzer.

Gruß

Gernot
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Old 17-02-2011, 17:54   #25
Katrin
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@Koboldine

"wer seinem Bauchgegühl nicht traut bekommt inzwischen eine Menge Möglichkeiten es durch Theorie zu ersetzen."

ich glaube genau da ist der Punkt in dem Wörtchen "Bauchgefühl". Ich denke man kann nicht wirklich mit bauchgefühl erziehen weil dies einfach zu menschlich ist (z.B mal wieder das mit dem trösten). vielleicht können das menschen die schon jahre lang hunde hatten, aber wenn ich jetzt mal für mich spreche hätte ich wohl eine ganze Menge falsch gemacht wenn ich mir die therorie nicht angeiugenet hätte und nur nach bauchgefühl gehandelt hätte. ich denke das kann man bei seinem kind machen, aber nicht bei seinem hund.
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Old 17-02-2011, 18:29   #26
koboldine
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Wer sagt denn, dass trösten immer falsch oder richtig ist? Empathie haben auch Hunde... 
Und Trost ist doch nichts anderes als "hier ist jemand, der zu dir steht, auf den du dich verlassen kannst, wenn du nicht weiter weißt"...
Wenn man ein Kind immer tröstet, wird es nicht erfahren welche Kraft es in sich hat. Wenn man einen Hund nie "tröstet", wird er nicht wissen worauf er sich verlassen kann.

DAS ist MEGA pauschal und soll nur illustrieren, dass Theorie einen nicht immer weiter bringt Denn je nach Situation kann ein Hund auch Trost bekommen (zB durch körperliche Nähe), viel zu grob dargestellt... grübel... 

Bauchgefühl ist doch bloß das Einschätzen der Situation für sich selbst, was will ich von mir und meinem Hund und wie kann ich es ihm erklären. Und, Katrin, Bücher über Hundeerziehung gabs auch weit vor Rütter schon, Theorie ist oft eine Basis auf der die Praxis modifiziert wird.

LG
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Old 18-02-2011, 06:43   #27
Katrin
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du hast natürlich recht dass es situationsabhängig ist und man seinen hund sicher nicht alleine an einen pfosten bindet wenn er vor etwas panische angst hat um ihn bloß nicht zu bestätigen.
ich wollte damit auch eher ausdrücken, dass ich z.B einige Hunde kenne die Angst vor Silvester haben, die sie als junghund oft nicht hatten weil eben jede kleine angst bestätigt wurde.
natürlich entscheidet man dinge situationsabhängig und auch mal nach bauchgefühl. trotzdem finde ich ein gewissen rahmen an grundwissen sollte man schon haben, denn ein hund ist nunmal kein kind und spricht auch anders. wenn mein bauchgefühl darüber nachdenkt wie ich meinem hund erkläre was ich von ihm will finde ich es auch da hilfreich eine ahnung zu haben wie hunde überhaupt lernen.

"Und, Katrin, Bücher über Hundeerziehung gabs auch weit vor Rütter schon, Theorie ist oft eine Basis auf der die Praxis modifiziert wird."

ich hab mich auch garnicht auf Rütter bezogen sondern allgemein auf theorie.
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Old 18-02-2011, 09:05   #28
koboldine
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Originally Posted by Katrin View Post
die Angst vor Silvester haben, die sie als junghund oft nicht hatten weil eben jede kleine angst bestätigt wurde.
puhhhh
gerade das ist ein Thema für sich.... Grundsätzlich habe ich beobachtet, dass die Angst vor Sylvester nicht unbedingt auf den Umgang mit Angst vor Geräuschen zusammen hängt. Man hat z.B. im fortschreitenden Alter Phasen, da wird das Schlimmer - auch ohne dass der Mensch "gucchi-gucchi" macht. Beispiel meine Grande Dame: Furcht hatte sie vor Menschen und menschlichem, mit Geräuschen gab es nie ein Problem; ich hab ihr die Furcht vor Menschen abgewöhnt (sprich sie nach-sozialisiert) und trotzdem begann sie im Alter von sieben Jahren unvermutet auf Geräusche mit Angst zu reagieren - was sich in den folgenden Jahren zur Panik auswuchs, das letzte Sylvester war die Hölle. ICH vermute, dass ihr Gehör auf bestimmte Töne die Rezeption verändert hatte und DAHER die Angst verstärkt wurde. Denn auch Hunde haben einen Alterungsprozess, wie wir Menschen auch....

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Originally Posted by Katrin View Post
trotzdem finde ich ein gewissen rahmen an grundwissen sollte man schon haben, denn ein hund ist nunmal kein kind und spricht auch anders. wenn mein bauchgefühl darüber nachdenkt wie ich meinem hund erkläre was ich von ihm will finde ich es auch da hilfreich eine ahnung zu haben wie hunde überhaupt lernen.
OK...das meinte ich jedoch nicht mit der Schwemme an Büchern, die seit hm 15 Jahren auf dem Markt auftauchen. Grundwissen - auch vertieftes - konnte man sich auch vor dem Medien-Hype um Rütter und Co aneignen, und die Hundebücher von anno dazumal waren nicht alle auf Starkzwang aufgebaut - denn Erziehung ist nicht Ausbildung (in der Ausbildung haben sich die Methoden weit mehr verändert oder erweitert, denn Hardliner gibt und gab es immer). Ich habe z.B. ein Buch aus den sechzigern, dass inhaltlich von den "neu erfundenen Methoden" kaum zu unterscheiden ist.

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Originally Posted by Katrin View Post
ich hab mich auch garnicht auf Rütter bezogen sondern allgemein auf theorie.
Sorry, da hatte ich Dich nicht richtig verstanden.

Eines noch... die Erziehung von Mensch und Hund ist relativ gleich, aber unsere ethnische und moralische Betrachtung hat sich verändert ...und das Ziel, denn man möchte, dass ein Kind ein selbstständiger Erwachsener wird, ein Hund jedoch soll bitte möglichst unselbstständig bleiben - weshalb ich die TWH so klasse finde, weil die immer ein Maß an Selbstständigkeit haben, das man mit der Erziehung lenken kann.

LG
koboldine
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Old 23-02-2011, 23:26   #29
Animal
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Also, der Martin ne^^ also der Rütter ist natürlich auch nur ein MEnsch und macht sicherlich genauso Fehler wie wir alle. ABER...

das tolle an Ihm ist halt, das er eben genau auch das von sich behauptet. Er sagt selbst, "Ich mache Fehler genauso wie Ihr..." und das wiederrum finde ich macht Ihn sympatisch und seine Art Wissen zu vermitteln, humorvoll und einprägsam.
Natürlich, hat er gewiss nicht das Rad neu erfunden! Und ich für mich persöhnlich konnte einiges von "seinen" Methoden und der Art diese zu übermitteln für mich mitnehmen.
Natürlich bin ich nicht komplett auf seiner Linie, aber werde ich bestimmt auch nicht mit anderen Trainiern sein.
Und so denke ich, das jeder wirklich für sich und völlig unabhängig je nach Hund und Typ, von mehreren Trainern/Ausbildern etwas für sich lernen und mitnehmen kann.
Da eben nicht jede MEthode auf jedem Hund wirksam und somit anwendbar ist.

Liebe Grüße Steven
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-"Ich lebe und das Leben brennt heiss in mir, ich liebe ich kämpfe und bin zufrieden!"

-"Was ist das beste im Leben? ...
...Zu kämpfen mit dem Feind, Ihn zu verfolgen und zu vernichten...
...Und sich zu erfreuen an dem Geschrei der Weiber!"
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Old 22-09-2011, 12:42   #30
Wölfchen
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Ich persönlich finde den Rütter für 0-8-15 Probleme recht gut und auch für andere Rassen die nicht so "schwierig/anders" sind wie Wolfshunde.
Ich schaue mir zwar auch regelmäßig seine Sendung an aber wirklich was mitnehmen tue ich da nicht!

Für mich ganz persönlich ist Cesar Milan (National Geographic Wild) ein super Trainer der es versteht mit den Hunden verschiedener Rassen umzugehen und Rasse bedingt mit den Hunden entsprechend zu arbeiten.
Soviel zu Cesar Milan, möchte ja nicht ins OT gehen
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Wir Menschen können viel von Wölfen lernen, mehr aber noch von den Raubtieren die wir täglich an der Leine "spazieren" führen. (Gerhard Wiesmeth)

LG Lucy mit Fellnase Odin
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Old 23-09-2011, 09:41   #31
Astrid
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Originally Posted by Wölfchen View Post
Für mich ganz persönlich ist Cesar Milan (National Geographic Wild) ein super Trainer der es versteht mit den Hunden verschiedener Rassen umzugehen und Rasse bedingt mit den Hunden entsprechend zu arbeiten.
Soviel zu Cesar Milan, möchte ja nicht ins OT gehen
Ich finds gut, dass du dazu schreibst, dass dies deine Meinung ist - die kann dir natürlich keiner absprechen. Mich würde aber interessieren, was genau du an ihm so toll findest. Für mich persönlich sind seine Methoden fürchterlich - aversiv, gewaltgeprägt und auf Einschüchterung ausgelegt. Gerade wenn ich einen bereits verhaltenskreativen Hund habe, nutzt es langfristig gesehen nach nicht, den Hund via Gewalt und Einschüchterung dazu zu bringen, das Verhalten einzustellen. Noch dazu, wenn dies eine wildfremde Person tut. Vielmehr müsste man nach der Ursache suchen und gemeinsam mit den Hundehaltern dort ansetzen.

Und ja, mir ist klar, dass es nicht immer nur mit Heidideidi geht, Hunde keine Menschen sind und Grenzen und Regeln benötigen. Aber davon findet man in zahlreichen Milan-Videos nichts - häufig hingegen sieht man, wie er Hunde stranguliert, gewaltsam "unterwirft", Leinenrupft, kickt, zwickt ect.; häufig kommen Hilfsmittelchen via Schweizerbandl, TIG o.ä. zum Einsatz. Lob und Bestätigung für richtiges Verhalten gibts wiederum gar nicht.

Ich kann auch kein Rassebedingtes oder gar eine auf das jeweilige Individuum und seine Halter angepasste Methode finden - die zahlreichen Videos präsentieren eigentlich alle immer die gleichen brutalen Vorgehensweisen...

http://de.truveo.com/video-detail/ta...wild/104933544
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Liebe Grüße aus Wien,
Astrid mit Nanook & Chinua - jetzt auch auf Facebook

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Old 23-09-2011, 10:09   #32
koboldine
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Rüter parodiert und kommentiert nett - das wollen die Leute sehen. Ich hab noch keinen Hund kennen gelernt, der nicht bei einem "bestimmt" oder "sicher" auftretenden Fremden "gespurt" hat - das liegt einfach daran, dass ein Hund nicht die Notwendigkeit sieht mit fremden Menschen "Kräfte zu messen".
Er ist gut für all die netten Menschen, die vergessen haben, dass Erziehung keine Hexerei ist...
Milan hingegen - ist auf eine andere Menthalität eingeschossen. Anders als hier in DE... auch er ist fremd für die Tiere, da aber in USA durchaus "das Gesetz des Stärkeren" gilt, kommt er damit gut an. Hunde erziehen oder gar Probleme zwischen Hund und Mensch lösen, kann er mit seiner Art auch nicht... nur ist es eventuell nachhaltiger beim Hund - ob mit ausweichen auf andere Verhaltensstörungen oder beeindruckt sein über einen längeren Zeitraum, wenn er weg ist, machen die Leute doch eh wieder wie vorher weiter und dann rutscht alles wieder zurück... Aber er hat sein Geld und die Leute eine Zeit Entspannung that's it
Lg
Koboldine
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Old 23-09-2011, 10:17   #33
koboldine
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Nachtrag...
wenn ich ein Pferd erziehe, brauche ich keine Hilfsmittel, die das Pferd verletzen, ihm schaden oder es krank machen
wenn ich ein Kind erziehe, brauche ich keine Hilfsmittel, die das Kind verletzen, ihm schaden oder es krank machen
warum sollte ich dann beim Hund solche Hilfsmittel gebrauchen?
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Old 23-09-2011, 13:08   #34
Spike
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Nachtrag...
wenn ich ein Pferd erziehe, brauche ich keine Hilfsmittel, die das Pferd verletzen, ihm schaden oder es krank machen
wenn ich ein Kind erziehe, brauche ich keine Hilfsmittel, die das Kind verletzen, ihm schaden oder es krank machen
warum sollte ich dann beim Hund solche Hilfsmittel gebrauchen?
Weil ein Hund kein Pferd und kein Kind ist

Naja, Gewalt ist natürlich der Falsche Ausdruck, aber ich gehe mit einem Hund schon anders um als mit meinem Kind
Der Hund ist ja auch erwachsen, solange er Welpe ist gibt es natürlich einige Parallelen zur Kindererziehung.

Grüße
Thomas

P.S.: Ich finde Milan auch nicht gerade überragend, Rütter ist wenigstens lustig bei seinen Fehlern
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Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage...

Der frühe Vogel... kann mich mal...
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Old 23-09-2011, 23:17   #35
Torsten
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Hunde erziehen oder gar Probleme zwischen Hund und Mensch lösen, kann er mit seiner Art auch nicht... nur ist es eventuell nachhaltiger beim Hund - ob mit ausweichen auf andere Verhaltensstörungen oder beeindruckt sein über einen längeren Zeitraum, wenn er weg ist, machen die Leute doch eh wieder wie vorher weiter und dann rutscht alles wieder zurück... Aber er hat sein Geld und die Leute eine Zeit Entspannung that's it
Ist das nicht immer so ? Ob hier auf die sanfte oder anders wo auf die harte Gangart? Fakt ist, dass ich behaupte, das was man von den Leuten sieht sind Fernsehaufnahmen, die einen gewissen Hintergrund haben. Jeder der schon mal einen Hund ausgebildet und auch erzogen hat sollte wissen, dass man so was nicht in einer halben Stunde Sendezeit hin bekommt und schon gar nicht wenn es sich um ein wirkliches Problem handelt. Im Prinzip ist es ganz simpel, die lieben Menschen sollten ihre Hunde endlich mal als Das behandeln was sie auch sind. Sie nicht andauernd vermenschlichen und sich auch mal ein par Gedanken über das Verhalten von Hunden machen, denn das ist es nämlich was uns von Tieren unterscheidet - das logische und zusammenhängende Denken. So lange uns andauernd suggeriert wird, dass man immer alles nur positiv und niedlich finden muss, so lange werden Hundetrainer auch ihr Einkommen haben, egal welche Methode sie verwenden und egal wer welche gut findet. Ich gehe davon nicht ab, (auch wenn ich wieder vor gehalten bekomme, von Menschen die ich persönlich als absolut unfähig ansehe, dass ich meine Hunde wie Schäferhunde behandle) dass Positives auch positiv bestätigt werden sollte, genau wie auch Negatives mit negativer Bestätigung beantwortet werden sollte. Allerdings sollte die positive Bestätigung immer überwiegen. Nur so kann ein Hund auch richtig verknüpfen, alles Andere ist für mich nur umlenken auf anderes Verhalten und hat nichts damit zu tun, dass man das eigentliche Übel beim Schopf packt.... Ich denke nicht, dass die Natur so kompliziert gestrickt ist wenn es innerhalb eines Rudels zu Fehlverhalten kommt. Da wird demjenigen auch nicht auf die Schulter geklopft und freundlich drauf hin gewiesen, dass man es beim nächsten Mal besser machen sollte. Dort herrschen eindeutige und klare Regeln und Strukturen die auch stickt eingehalten werden.....
Ach und noch was, wenn sich nicht jeder Idiot mit irgend etwas profilieren müsste in dem schönen Land hier, würde der Rest der Hundebesitzer auch nicht so verrückt gemacht werden, dass sie am Ende nicht mehr wissen was wirklich gut und was einfach nur grotten schlecht ist. Zu mal hier keiner das Rad neu erfunden hat, da sich das Verhalten von Rudeltieren nun mal nicht den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpasst und mit der Zeit mit geht .... Einfach mal hin schauen und schon wird man bemerken, dass es im Grunde immer das Selbe ist nur mit einem neuen Gewannt welches ein neuer Schneider genäht hat .....
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Last edited by Torsten; 23-09-2011 at 23:27.
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Old 24-09-2011, 00:11   #36
koboldine
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"umlenken auf anderes Verhalten"

Das trifft es, denk' ich, was von "Fernseh-Trainern" gezeigt wird.
Aber damit liegen sie leider voll im Trend, Torsten. Denn "sich mit dem Problem selbst" beschäftigen, ja es überhaupt zu erkennen, passt nicht in die Denke vieler Menschen. Und statt aufs Bauchgefühl zu hören und eventuell auch mal im Reflex zu handeln, nimmt Mensch sich zurück und überlässt das Feld - wenn das Frustrationspotential groß genug ist - anderen (kommt Dir das nicht auch bekannt vor - nach dem Motto "Meideverhalten des modernen Menschen")

Das fängt doch bei der Erziehung an und geht munter über Ernährung weiter...guck doch in die "Barfer-Szene"....

LG
Koboldine

@Torsten: stell Dich nicht so dar, als ob Du nur mit operanter oder klassischer Konditionierung erziehst - da würden Dir deine Hunde was husten und nicht so gut erzogen sein, wie sie sich zeigen... mit Konsequenz - JA. Womit wir wieder bei den geraden Menschen wären ... *seufzt*
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Old 24-09-2011, 22:53   #37
Torsten
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Und statt aufs Bauchgefühl zu hören und eventuell auch mal im Reflex zu handeln, nimmt Mensch sich zurück und überlässt das Feld - wenn das Frustrationspotential groß genug ist - anderen (kommt Dir das nicht auch bekannt vor - nach dem Motto "Meideverhalten des modernen Menschen")
Ja es ist leider so und man trifft genau dieses verhalten in allen Bereichen des so herrlichen Lebens, weil Menschen offensichtlich verlernt haben freihändig zu denken und zu handeln, statt dessen überlässt man es den Anderen und reagiert nur darauf ohne auch nur sein Gehirn zu gebrauchen. Es ist bei der Hundeerziehung nicht anders als im ganzen Leben, wenn man sich mit Allem was man sieht, hört oder gehört hat zu frieden gibt und nicht selber versucht Lösungen zu finden, ist man wie die Mehrzahl der Leute .... einfach nur Mitläufer, Ja Sager und Kratzbuckler udn so werden natürlich auch die Hunde angesehen, weil Jeder versucht seinen Hund auf sich und sein gegenwärtiges leben zu pressen. (Manche lassen sich auch pressen - weil sie es etwas ruhiger angehen wollen und mögen) Hundeerziehung und auch Ausbildung ist nun mal keine Hexerei sondern einfach normales und logisches Denken beim Erkennen von Zusammenhängen und Handlungen der dritten Art

Quote:
@Torsten: stell Dich nicht so dar, als ob Du nur mit operanter oder klassischer Konditionierung erziehst - da würden Dir deine Hunde was husten und nicht so gut erzogen sein, wie sie sich zeigen... mit Konsequenz - JA. Womit wir wieder bei den geraden Menschen wären ... *seufzt*
So stelle ich mich nicht dar, sondern so werde ich dar gestellt von Experten die sich selber dazu ernannt haben und Hundehaltung als etwas Schlimmes an sehen, wenn sie nicht antiautoritär genug ist. Wie ich schon sagte, die Strickmuster sind eigentlich ganz simpel, man muss eben nur stricken können .... und zwar praktisch, nicht nur theoretisch was nach plappern oder nach lesen.....
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Old 25-09-2011, 17:56   #38
Wölfchen
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Hallo nochmal!

@Astrid

Bei Cisar Milan finde ich einfach toll, das er eine unheimliche Ruhe ausstrahlt und zum anderen sich (in meinen Augen) auf eine sehr hündische Ebene begibt.
Denn wenn man mal überlegt, wir in einem Hunde oder auch Wolfsrudel nicht gefragt "Kannste mal/Machste mal bitte"
In einem Rudel ist es so, das der körperlich wie Mental stärkere das sagen hat und genauso macht Cesar es auch!
Genau dies, ist eben das was ich bei im so faszinierend finde.

Natürlich gibt es manche Fälle die in dem menschlichen Auge schlimm Aussehen aber was machen denn Hunde/Wölfe untereinander?
Da liegt auch mal einer lang oder wird zu etwas gezwungen wozu er grade kein Bock hat.
Rudeltiere brauchen doch eine klare Stellung im Rudel und dies muß man ihnen klar machen.
Natürlich ohne jegliche Form von Gewalt aber trotzdem auf einer hündischen Ebene!

Ich konnte mehrmals verfolgen, das Cesar seine Methoden auf den Hund und seiner Geschichte einstellt.
Es gab mal einen Fall mit einem Pit Bull-Ridgeback mix der nen Fetisch für Steine hatte.
Cesar hat die Störung von dem Hund so behandelt, das der andere Hund nur mit bestimmter Körperhaltung und mit Hilfe seines Rudels gelernt hat, das Steine vollkommen langweilig sind und das er gaaaanz andere viele tolle dinge gibt.
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Old 25-09-2011, 21:01   #39
Torsten
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Hallo
sorry wenn ich frage, aber aus deinem Beitrag werde ich nicht so richtig schlau.
Quote:
Bei Cisar Milan finde ich einfach toll, das er eine unheimliche Ruhe ausstrahlt und zum anderen sich (in meinen Augen) auf eine sehr hündische Ebene begibt.
Wie sollte sich der Hundetrainer denn sonnst einem Hund nähern ? Ich denke hektisch ist nie gut also wird er es zwangsläufig mit Ruhe versuchen da er ja dadurch auch das Tier beruhigt. Aber was ist eine "sehr hündische Ebene"? Kriecht er auf allen Vieren?
Quote:
In einem Rudel ist es so, das der körperlich wie Mental stärkere das sagen hat und genauso macht Cesar es auch!
Ich würde ehr sagen, der Intelligenteste hat das Sagen und führt das Rudel - oder gibt es da schon wieder neue Erkenntnisse ?
Quote:
Da liegt auch mal einer lang oder wird zu etwas gezwungen wozu er grade kein Bock hat.
Rudeltiere brauchen doch eine klare Stellung im Rudel und dies muß man ihnen klar machen.
Natürlich ohne jegliche Form von Gewalt aber trotzdem auf einer hündischen Ebene!
"da liegt auch mal Einer lang und wird gezwungen ....... " Ja was denn nun, entweder ohne jegliche Form von Gewalt (denn Zwang ist auch eine Form davon) oder auf hündischer Ebene (was auch immer du damit meinst)
Wie bitte schön bezeichnest du das, wenn ein Leittier ein Rangniederes maßregelt? nicht selten kommt es dabei auch zu körperlichen Einsatz, aber nicht in Form von Schulterklopfen ..... also was ist das dann, wenn du davon aus gehst, das keine Gewalt angewendet wird ?
Quote:
Ich konnte mehrmals verfolgen, das Cesar seine Methoden auf den Hund und seiner Geschichte einstellt.
Das ist ja schön, sofern man sie kennt, und wenn man sie kennt ist es nichts Besonderes ehr ein unabdingbares Muss ..... da der Hund ja gerade durch seine Geschichte, wie du es nennst, geprägt ist. Und genau da ist der Ansatz - also was ist daran so Besonderes, das gehört zu den Grundregeln bei einer Hundeausbildung oder Erziehung.
Quote:
Es gab mal einen Fall mit einem Pit Bull-Ridgeback mix der nen Fetisch für Steine hatte.
Cesar hat die Störung von dem Hund so behandelt, das der andere Hund nur mit bestimmter Körperhaltung und mit Hilfe seines Rudels gelernt hat, das Steine vollkommen langweilig sind und das er gaaaanz andere viele tolle dinge gibt.
Also das verstehe ich jetzt gerade überhaupt nicht. Ein Hund hat ein Fetisch für Steine, so weit komme ich noch mit. Und jetzt komme ich nicht mehr mit, er hat einen anderen Hund mit Hilfe seines Rudels und einer bestimmten Körperhaltung das abgewöhnt? Und was hat das mit dem Pit - Ridgeback Mix zu tun, der sollte doch behandelt werden? Oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
Also ich brauche in so einem Fall kein Rudel und auch keine extra Körperhaltung, sondern nur ein gut konditioniertes Abbruch Kommando, wie "aus oder pfui" und wenn mein Hund auf das Kommando richtig konditioniert ist, weiß er dann auch, dass das nicht erwünscht ist. Ist für mich einfacher und geht schneller - außerdem hab ich nicht immer ein Rudel zur Hand .....
Außerdem, ist Steine lutschen oder kauen eine negative Angewohnheit, entweder macht der Hund es aus Kalkmangel oder weil er es eben macht. Im zweiten Fall sollte er diese negative Eigenart auch negativ verknüpfen ,,,
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Last edited by Torsten; 25-09-2011 at 21:07.
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Old 25-09-2011, 23:32   #40
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[quote Wölfchen]: " In einem Rudel ist es so, das der körperlich wie Mental stärkere das sagen hat und genauso macht Cesar es auch!"[\quote]

*gg* bis er mal an nen Hund kommt, der von sich weiß, dass Menschen zu schwach, zu langsam, zu eingeschränkt im Gebrauch von Sinnesorganen UND körperlich unterlegen sind - und dann hat er den Salat ...

Außerdem kenne ich zwar viele Trainer, die die Unart haben die "zu trainierenden Vierbeiner" schon bei der ersten Begegnung darauf hin zu weisen, dass JETZT der "Rudelführer" angekommen ist - aber kaum einen Hund, der diese fremde Führung sofort und vorbehaltlos akzeptiert (kurzfristiges imponiert Sein gehört nicht dazu... UND Rudel sind für Caniden allgemein keine adhoc-Geschichte, sondern wachsen, Respekt wird getestet und Persönlichkeiten ausgelotet und Vertrauen in die Führungsqualität wird entwickelt - tja, und all dies lässt er mal eben aus...wie kann er dann "hündisch" sein?)

[\quote]Natürlich ohne jegliche Form von Gewalt aber trotzdem auf einer hündischen Ebene![\quote]

hm... hast Du je Erziehung unter Hunden beobachtet? Also, "ohne Gewalt" wäre mir dazu nicht eingefallen... 

Was das Steine fressen/lutschen betrifft, schreibt Torsten ja schon; eins noch dazu: WENN Hund das als Zeichen einer Mangelerscheinung tut, sollte ein guter Trainer VOR dem Training den Mangel beseitigen, die Ursache - nicht die Wirkung....

LG
Koboldine 
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