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Gesundheit & Ernährung Wie füttere ich einen Wolfshund, Informationen über Hundefutter, Impfungen und Krankheiten

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Old 10-06-2005, 20:59   #1
Bille
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Hallo ,
von verschiedener Seite u.a auch von meinem TA wurde mir geraten, Flicka mit ca. 16-17 Wochen ein 3. Mal zu impfen, da durch Untersuchungen v.a. beim Exportieren von Welpen ins Ausland aufgefallen ist, daß kein, bzw. nur ein ungenügender Titer aufgebaut worden ist, was mit einer 3. Impfung angeblich gesichert sei. Da ich mit der Kleinen im Herbst schon mal eine Austellung besuchen wollte und so Kontakt zu extrem vielen Hunden haben werde, habe ich mich überzeugen lassen. Vor einer Woche waren wir dann beim TA und Flicka hat schon bei der Injektion zusammen gezuckt und zu kratzen begonnen, was sie das erste Mal nicht gemacht hatte, ich aber sonst vom Impfen her kenne. Wenige Minuten später ist sie im Eingang steif geworden und war schon nicht mehr ansprechbar. Herzfrequenz war über 120 und von der Atmung habe ich nicht allzu viel mehr gesehen. Der TA hat sofort Kortison gespritz, ich war froh, daß er die kollabierte Vene gleich getroffen hatte und dann war die Atmung wieder sehr ungleichmäßig zu sehen. Eine 1/4 Stunde später ergab die Pulskontrolle unter 100 und Flicka reagierte zwar sehr langsam aber immerhin. Nach einem verschlafenen Tag war sie abends wieder die Alte.
Ich weiß, daß ein anaphylaktischer Schock sehr selten ist, aber auch daß es bei uns auf der Intensivstation ein Notfallwort ist. Der Kommentar des TA war, " ich hoffe, ich bekomme bald wieder meinen alten Impfstoff / das ist schon der 2. in dieser Woche (bei 9j. Hündin) / es besteht eine mögliche Empfindlichkeit bei Antibiotika / ist nicht rassespezifisch sondern kommt mal vor (also KEIN Wolfserbe etc.)".
Der Impfstoff war Eurican, Flicka wurde jetzt das 3. Mal mit dem gleichen Impfstoff geimpft, bis jetzt kannte ich nur Nobivac.
Kennt irgendjemand noch irgendwelche Impfreaktionen auf Eurican?
Vielen Dank und Grüße auch von Flicka, die sich wieder des Lebens freut.
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Old 10-06-2005, 22:41   #2
Aroon
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Hallo,
unser TWH hatte nach seiner 1. Impfung nen Impfschock. Das kam leider erst als wir zuhause waren. Er ist total apathisch gewesen, hatte Schüttelfrost und war fast nicht mehr ansprechbar. Er bekam lt. dem Impfpass Vanguard.

Gruß Sonja
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Old 11-06-2005, 07:18   #3
michaelundinaeichhorn
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Hallo Bille,

nein, ich habe in 15 Jahren noch nie einen Ananphylaktischen Schock bein Hunden nach Impfungen erlebt und nur 2x eine allergische Reaktion. Das war einmal Virbagen, daß zweite Mal weiß ich?s nichtmehr. Eine Kreuzreaktion mit Antibiotika habe ich dabei auch nicht festgestellt. Die Allergie wird aber in der Regel nicht vom geimpften Erreger sondern von den Zusatzstoffen ausgelöst und bei allen Fällen bisher (Katzen usw mitgerechnet) hat es gereicht die Impfstoffirma zu wechseln.

Viele Grüße Ina
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Old 11-06-2005, 08:15   #4
timber-der-wolf
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Der Impfstoff war Eurican, Flicka wurde jetzt das 3. Mal mit dem gleichen Impfstoff geimpft, bis jetzt kannte ich nur Nobivac.
Kennt irgendjemand noch irgendwelche Impfreaktionen auf Eurican?
Vielen Dank und Grüße auch von Flicka, die sich wieder des Lebens freut.
Alle notwendigen Impfungen bei meiner Onka (und meinem 8 jährigen Mischling Timmy) erfolgten auch mit dem Impfstoff Eurican. Gott sei Dank bisher ohne jegliche Probleme. Kurioserweise haben beide Hunde keine Angst vor dem TA, wenn er sie bei uns zu Hause impft. In die Praxis des TA wollen beide Hunde nicht gern, da wird kräftig gezickt.
__________________
LG, Norbert mit seinen Graupelzen Onka v. Böhmerwald & Kira
"Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" (Kant)
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Old 12-06-2005, 19:05   #5
Pavel
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Habe ich gleiche Erfahrungen, wie Ina. Habe ich nie ein Hund mit solche Probleme gesehen und nie über so etwas gehört. Ja, Hund kann kleine Reaktion de Imunsystem aber es meistens zeigt sich nur wie eine kleine lokale Anschwellung rund um der Impfungeinschtich. Wenn der Hund hat eine grössere Probleme nach normale Impfung, dann muss etwas falsch sein mit seine Imunität und aussendem, dass solche Hund sollte immer beobachten sein, sollte nie in der Zucht benutzt, darum die Imunitätprobleme oder Alergien sind erblich.
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Old 12-06-2005, 19:43   #6
michaelundinaeichhorn
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Hallo Pavel,

eine Allergie vom Soforttyp auf Impfstoffe hat einen anderen Mechanismus als eine normale Allergie auf Pollen, Milben oder ähnliches vom Atopietyp der dem Heuschnupfen beim Menschen in etwa entspricht. Die "Impfstoffallergiker" die ich kenne haben alle keinerlei anderen Allergien entwickelt. Theoretisch kann es bei so schnellen Reaktionen mit Kreislaufschock auch sein, daß versehentlich etwas in ein Gefäß gelangt ist, das kann ebenfalls einen Schock auslösen. Man kann in der Regel die Hunde völlig problemlos folgeimpfen, ob mit dem gleichen Impfstoff probiert nur sicherlich keiner aus.

Grüße Ina
michaelundinaeichhorn jest offline   Reply With Quote
Old 15-06-2005, 19:45   #7
Bille
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Hallo Pavel,
heute habe ich mich bei meiner Tierärztin nochmals vergewissert, damit ich nichts Verkehrtes schreibe.
Eine Allergie ist keine Immunschwäche sondern eine Überreaktion des Immunsystems. Bei der Immunschwäche, das Gegenteil, ist, wie der Name schon sagt, dsas Immunsystem geschwächt. Eine Medikamentenallergie etc. ist nicht genetisch fixiert. So wie Ina schon schrieb gehört der anaphylaktische Schock zum Soforttyp, dh. es kann eine Reaktion hervorgerufen werden auch wenn das Tier /Mensch zum 1. Mal Kontakt damit hat, was bei einer echten Allergie nicht ist, da muß der Körper zuerst Kontakt mit den Allergene gehabt haben, bevor er bei einem neuen Kontakt überschießend reagiert. Familiäre Dissposition hätte z.B. die Allergie auf Demodexmilben, wobei mit dieser Hündin dann nicht gezüchtet werden sollte.
Ein anaphylaktischer Schock ist also nicht vererbbar und der Hund hat kein Immunproblem.
Viele Grüße Bille
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