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Hallo,
habe die Beiträge über das Verhalten der Ceyenne verfolgt und habe dazu folgendes zu erzählen. Vor 3 Wochen habe ich mir eine "angebliche" Saarloos- Hündin aus einem Tierheim geholt. Anfänglich war sie sehr lieb und zutraulich aber jetzt hat sich ihr Verhalten sehr verschlimmert. Sie ist fremden Hunden sowie Menschen gegenüber sehr aggressiv, zieht hin, will diese bespringen etc. Kann mit ihr also nich ohne Probleme spazieren gehen. Letzte Woche hat sie mich beim Gassi gehen auch in den Oberschenkel geschnappt weil es auf dem Weg eine Rangelei mit einem freilaufenden Hund gab. Das Tierheim hatte mir bei der Abholung die selben Anzeigen genannt, welche die Ceyenne hat. Agrressiv den Mithunden gegenüber z.B. Als sie allein im Freigehege war und die anderen im Zwinger is sie wie eine Besenkte an den Zaun und hat Terz gemacht. Hab mich dann auch weiter über das Verhalten der Rasse informiert und ich bekam immer zu hören/lesen, dass es das nich gäbe, dass ein Saarloos bösartig sein kann oder werden kann! Das alles verwirrt mich schon sehr. Habmich deshalb mehr mit dem THW auseinandergesetzt und Charaktereigenschaften gelesen und denke mittlerweile, dass sie wohl eher dieser Rasse angehört. Nich weil diese aggressiv sind, um Gottes Willen, aber die immer wieder angesprochene Scheu eines Saarloos hat die Kleine keineswegs. Vllt steckt auch noch eine andere rasse mit drin aber das konnte mir niemand sagen. Sowas lässt einem aber auch keine Ruhe. Ich hoffe nur, dass sie dieses Verhalten irgendwann ablegt und umgänglich wird, so dass sie Fremde nich mehr interessieren und auch Hunde weitesgehend akzeptiert. LG, Caro & Roxi |
LG, Caro, Roxi,
Vielen Dank fuer Euren Beitrag. Was Ihr schildert, ist genau, wovor ich mich - bei aller Liebe fuer Hunde - schuetzen wollte. Letztlich laeuft es darauf hinaus, dass man sich in solchen u.ae. Situationen eben doch gerne mit dem Zuechter eines 'Adoptivhundes' besprechen moechte. Wenn jedoch ueberhaupt kein Zuechter hinter einem solchen Hund steht, an wen wendet man sich dann....? Gerade bei dieser Rasse, denk ich, ist dieser Selbstschutz unabdinglich. Aber was gedenkt Ihr jetzt zu tun? Eine verflixte Situation! Ich drueck Euch und dem Hund auf jeden Fall die Daumen, dass doch alles noch gut kommt. Nochmals vielen Dank fuer Euren Beitrag. Liebe Gruesse, Gershom |
Als wir uns nach dem Hund informiert hatten, hiess es ja auch, dass sie sehr lieb sei, mit Artgenossen zurecht kommt, etc aber das ging nur knapp ne Woche bei uns gut. Nun halt nich mehr.
Weiss nich, ob uns das TH diese Sachen vorenthalten hat oder ob sie wirklich erst bei uns dieses Verhalten aufgebaut hat. Was ich wirklich tun kann weiss ich ehrlich gesagt auch ncih. Wir gehen shcon zum HS jede Woche. Der Ausbilder meinte letztes Mal, dass er sehr zufrieden is und dass sie sich macht. Das hat mir auch Zuversicht gegeben. Aber es kommt trotzdem immer wieder vor, dass ihr nen entgegenkommender fahrradfahrer nich passt, der dann ausgebellt und dem fasst ins Rad gesprungen wird...ich könnte jedesmal austicken ABER man soll ja Ruhe bewahren. Zu uns is die Kleine ja nen Engel und zu den Leuten, welche sie in den ersten 3 Tagen ebi uns kennen gelernt hat auch aber welche die sie jetz sieht hats ie zum fressen gern. Man kann echt sagen, sobald ich sie an der Leine habe und mit ihr spazieren gehe, ist es ein anderer Hund. Aber wie ich schon erwähnte, was micham meisten beschäftigt is, dass ich nich weiss, was nun in ihr steckt. Ob Saarloos oder THW. Gibts denn da nen Merkmal, wo man sagen kann, dass es sich exakt um diese oder die andere Rasse handelt? Vom Charakter her is sie THW aber laut TH Saarloos...ARGH. Caro :roll: |
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Du hast doch Deinen Hund an der Leine? Dann ziehe ihn doch bei solchen Begegnungen, schon beim Ansatz von Verbellen, mit einem kräftigen Ruck zu Dir heran, Kommando "Nein" und "Fuss" dazu, und falls das nicht wirkt noch einen kräftigen Schnauzgriff mit "Nein". Lass ihn "Sitz" und dann "Platz" machen, bis er sich beruhigt hat. Quote:
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hallo roXi
das hat nichts mit twh oder saarloos zutun ich kenne auch saarloos die sehr dominant gegeüber anderen hunden sind und auch mal zupacken können, und ganz friedliche artgenossen von den twh, ich denke auch wie steffen schon beschrieben hat das sie meint "ihr" rudel beschützen zu müssen, aber wie gesagt du musst sagen was läuft im rudel und nicht dein hund wie bei allen anderen hunde rassen auch, gruss jeanette |
Ich arbeite schon daran, dass es besser wird.
Sie wird egtl. jedesmal wenn sowas passiert rangezogen und mit PFUI getadelt. Sie muss halt noch sehr viel lernen. Sie kannte erst Grundkenntniss Sitz, alles andere wird noch gelernt. kommen tut sie aufs wort, dass is schonmal gut. So ans ich funktioniert es schon, dass sie weiss, wer herr im haus is aber wie ich auch gelesen habe, lässt sich ein THW z.B. nie völlig unterordnen. Hab den Hund nie freilaufen. Nur wenn ich das Feld überblicken kann und ich sehe, dass freie Bahn is. Sobald jemand kommt, is sie an der Leine. Der Hundetrainer übt mit uns jetzt erstmal intensiv die Unterordnung. Er sagt, ehe die nich sitzt, funktioniert das andere auch nich. LG, Caro |
Hallo Caro,
das hört sich doch schon gut an! :D Viel Erfolg! Marion |
Hallo Caro,
es gibt unter den Hundeerziehern auch die Meinung, dass das Tadeln oder züchtigen eines Hundes, der nicht erwünschtes Verhalten zeigt - wie hier andere Hunde angretzen -, dazu führt, dass er die Begegnung mit anderen Hunden als was schlechtes empfindet und deshalb erst recht loslegt. Und wie sich bekanntlich mit dem Alter alles "verschlimmbessert", wenn man nichts dagegen tut, kann es genau zu dem Gegenteil von dem, was man erreichen möchte, führen. Dann wird immer das Argument, "ja, ja, an der Leine, da sind sie ungenießbar" hervorgeholt. In dieser "Erziehungslinie" wird mit Ablenkung gearbeitet. Also du gehst mit deinem Hund und z.B. einem Spielzeug, das du ihm ständig zeigst an dem anderen Hund vorbei und belohnst ihn anschließend direkt danach mit z.B. einem kleinen "Zerrspiel". Oder du lenkst ihn mit Lekkerlis ab. Dann wird der Hund merken, dass er für sein den anderen Hund ignorierendes weil sozusagen nicht bemerkendes Verhalten, er auch noch eine Belohnung erhält. Dabei lobst du den Hund noch. So kannst du irgendwann das Spielzeug oder die Lekkerlis weglassen und deine Stimme reicht. Wir haben hier eine Hundetrainerin, die eigentlich ein recht gutes Händchen für Hunde hat und Kunden von Rund um Hannover hat, die führt z.B. möchtegern bellende Problemhunde fütternd an sich hinter Zäunen auf ihren Grundstücken lautstark "gebärdenden" Hunden vorbei, so dass sie diese völlig unbeachtet lassen. Das kannst du natürlich auch mit einer freundlichen Ansprache machen oder du bringst ihm z.B. im Rahmen der Unterordnung z.B. mit dem Befehl "Gucken" bei, dass er dich auf Kommando anschaut. So kannst du seine Aufmerksamkeit bekommen und lotst ihn vorbei. Auch eine Möglichkeit. Muss jeder für sich entscheiden, was zielführender und vor allem praktikabel ist. Muss ja nicht immer gleich der "Holzhammer" sein. Grüße Christian |
Hallo!
Sicher ist es interessant, sich die Hundenanny und andere Sendungen anzusehen. Aber sind die Erfolge wirklich so gut? Ich persönlich kann mit der Leckerchenmetode gar nichts anfangen. Erstens: Ich will keinen Hund, der die ganze Zeit geifernd zu mir hoch sieht, anstatt sich frei zu bewegen. Zweites: Ein Hund mit der Mentalität meines Hundes, kann man weder mit Leckerlies noch mit Spielzeug ablenken. Wenn er meint etwas zu fixieren, dann tut er es. Drittes: Ich bin der Meinung, ein Hund soll eine Bezahlung, aber keine Bestechung erhalten. Ich persönlich finde die Desensieblierungsmethode besser. Dem Hund immer wieder diesen Reitzen aussetzen, dabei ruhig bleiben. Dem Hund ignorieren und sein Ziel nicht ansehen. Legt er dann los, kurz und ohne den Hund dabei anzusehen an der Leine rucken. Kein Kommentar dabei an den Hund richten. Man sollte so tun, als ob es das Zielobjekt gar nicht gibt. Zeigt der Hund dann das erwünschte Verhalten, selbstverständlich loben und belohnen. Mag vieleicht die langsamere und nervenaufreibendere Variante sein, aber der Hund lernt daraus, das sein Zielobjekt nicht der Rede wert ist. Beim Leckerchen kann es passieren, das der Hund sein Leben lang auf diese Ziele los geht, wenn er seine Bestechung nicht erhält. Denn Hunde sind nicht blöd, sie wissen genau welcher Weg zu welchem Ziel führt. Gruss Beowulf |
Hallo Beowolf,
da gebe ich Dir recht. ich arbeite zwar auch zum Teil mit Leckerchen, aber bestimmt nicht bei Aggresion oder Angst. (Ich habe allerdings auch nicht die guten "Herr-Hannybunny-Aldi-von-der-Couch-hol-Leckerchen). Bei Angst oder Aggresion können untzer bestimmten Umständen Leckerchen das Verhalten sogar fördern. Eigentlich sollte der Hund dies auch wegen mir "machen", und nicht wegen dem Fresstrieb. Was wirklich richtig ist? Tja? Meiner Meinung nach nur vor Ort in der direkten Situation klären und nicht hier im Forum. Hier bleibt leider alles theoretisch. Viele Grüße Markus |
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willst du damit sagen das dein Hund ohne jegliche Motivation und nur dir zum Gefallen arbeiten sollte ? Das würde ich ja zu gern sehen. Es grüsst die S......schnauze :wolf |
Hallo Julia,
ich weiß nicht, ob Du mein Beispiel mit der Gitterrosttreppe von mir gelesen hast? Meinst du, das ein TWH so dumm wäre wegen ein Leckerchen einen Schritt für Ihn ins optisch leere zu tun? Nein, er vertraut mir, also macht er es wegen mir. Lecjerchen wären bei Unsicherheit oder gar Angst auch nicht angebracht. Viele Hunde nehmen dann das Leckerchen und sehen sich gleich um: Da muß was sein! Lecherchen bekommen! Ich kann meinen Rüden auch im "Wildererpack" tragen. (Stell Dir vor ein Wilderer, oder Jäger trägt ein totes Reh, also um den Hals, Beine nach vorne) Haben auch schon manche hier von mir gesehen, das ich es mit Bragi machen kann. bei Aggresion gegenüber anderen Hunden an der Leine gibt es keine Leckerchen, da ist für mich zumindest die Rangordnungsfrage dran. Ich stehe vorne nicht mein Rüde, schließlich bin ich Alpha und erledig das :-) Zur Not lege ich Ihn hier auch mal flach.... schei..... ist das dann für Ihn peinlich, vor den anderen Hund von mir flach gelegt zu werden. Aber das sind sehr seltene Ausnahmen. In der Regel langt auch mal ein Knurren von mir oder Schnauzgriff. Allerdings hat auch jeder Hund im Dorf oder in der stadt seinen Erzrivalen. Ich glaube z.B. Steffens Rüde wird Bragi immer als "Drecksack" in Erinnerung haben. Alle Hunde von Steffen angepflockt, Bragi hin, Bogen um Ambro, Hündinnen alle einzeln Abgeleckt, 2 Metervor Ambros Reichweite markiert und ab. Mann war Ambro sauer, das wäre ich auch gewesen *lach*Aber das war jetzt eine andere Geschichte. Viele Grüße Markus |
Hallo Caro,
ich bin mir auch sicher, dass der Hund Deinen Zorn/Unsicherheit spürt, und deshalb das Verhalten noch schlimmer wird. Je mehr Du Dich ärgerst, desto mehr wird Dein Hund in diese Richtung reagieren. Er wird auch bald wissen, dass immer wenn er angeleint wird, passiert bald was. Versuche mal gelassener zu reagieren, so in die Richtung, ok, da kommt ein Hund und meiner bellt ihn an. Das tut er, weil ich unsicher bin und es mich nervt und mir auch Angst macht. Na und? Dann bellt er halt und führt sich ziemlich aggressiv auf. Wir werden daran arbeiten, aber davon geht die Welt nicht unter. Ich glaube, Du wirst es nicht sofort schaffen, ihn in dieser Situation ruhig zu stellen, da er auf Deine Ablenkung nicht reagiert. Biete ihm eine besseren Ersatz als das Bellen und Rummachen (Futter-Spielzeug-Ablenkung?) Es ist schon richtig, das Grundgehorsam die Sache erleichtert, aber darauf verlassen, das sich sein Verhalten ändert, wenn er Sitz, Platz und Bleib kann, würde ich mich nicht. Ich sehe es auch nicht so, das der Hund sein Verhalten ändern muss, sondern Du. Mach ihm klar was Du willst, und lass ihn nicht machen, was er will. Mußte akzeptieren, das es mit Gelassenheit besser geht (kann ich leider auch nicht immer ;-) Hallo Beowolf & Markus, früher habe ich auch gesagt, mein Hund soll das für mich machen und nicht für Bröckchen. Und ich habe gedacht, wenn ich keine Bröckchen habe, macht der Hund nicht was ich will und ähnliches. 4 Hunde haben wir auf diese Weise erzogen und alle haben einen guten Grundgehorsam erreicht. Oft war es hart, sie irgendwie zu motivieren- und es hat ziemlich lange gedauert, bis sie die Aufgaben sicher ausgeführt haben. Wir haben es geschafft, aber so richtig glücklich war keiner der Hunde während der Ausbildung. Seit einigen Wochen arbeiten wir mit Bröckchen. Ich war sprachlos über die schnellen Erfolge. Ich finde es zwar immer noch nicht toll, aber wenn ich sehe, das der Hund in Tagen lernt, wozu sonst Wochen nötig waren gibt mir das zu denken. Warum soll ich mich und den Hund quälen, wenn so ein Stück Fleischwurst uns die Entscheidung leicht macht ? Und Spielzeug gibt es ja auch noch immer. Recht hat wer Erfolg hat?! Ich denke es gibt viele Wege und für jeden Hund und für jeden Mensch sieht der Weg anders aus, aber manchmal ist es wirklich ganz einfach…. Versteht mich nicht Falsch- nicht immer und für allen Sch…. ein Bröckchen- das Vertrauen muss auch da sein und durch gemeinsame Erlebnisse gestärkt werden. Und natürlich erwarte ich von meinem Hund das er mir vertraut- genauso wie ich das inzwischen tue (ich weiss genau was er tut, wenn er allein in der Küche ist). Grüße Kerstin |
Hallo Caro
Im Gegensatz zu deinem Hundetrainer bin ich der Meinung, dass dir Unterordnung bzw. ein "Sitz" für dein Problem nicht viel nützen wird, solange der Hund nicht "gelernt" hat, sich einerseits an dir zu orientieren und dass es ihm zweitens nicht zusteht, eigenständig darüber zu entscheiden, jedem x-beliebigen (bildlich gesprochen) eins ans Schienbein zu treten, wie es ihm gerade passt. Grundsätzlich bist immer du derjenige, der die Dinge regelt. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihr auf einem Hundeplatz übt?? Viele Hunde kapieren ganz schnell, dass sie "nur" auf dem Platz "parieren" müssen. Und draussen "tobt das wilde Leben" dann fröhlich weiter... Von Ablenkung bzw. Umlenkung halte ich persönlich nicht wirklich viel, da du damit einen Problem umgehst - und dieses nicht löst, denn dein Hund weiss bzw. lernt dann immer noch nicht, was er eigentlich nicht darf/soll. Ablenken hat nichts mit Ignorieren zu tun. Funktioniert dann übrigens schon mal nicht, wenn dein Hund weder verfressen ist noch sich für Spielzeug interessiert. Und funktioniert spätestens dann nicht mehr, wenn der andere "Reiz" interessanter für deinen Hund ist, als das Leckerli oder Spielzeug. Funktioniert auch dann - logischerweise - nicht, wenn dein Hund in der Situation nicht gerade bei dir ist, was ja immer mal passieren kann. Zudem setzt es voraus, dass du immer und überall deine Leckerli oder Spielzeug dabei hast. Was tust du, wenn dir ausgerechnet bei der zehnten Begegnung das Lekerli ausgeht - oder du zufällig gerade die Jacke anhast, in der das Spielzeug nicht ist? Ausserdem belohnst du ihn für ein Verhalten, das eigentlich normal sein sollte. Du wirst schliesslich auch nicht dafür belohnt, dass du jemandem keine Ohrfeige gibst. @Markus. Ich verstehe, was du meinst, mit "er soll es wegen mir machen". Der Hund, der weiss, dass du derjenige bist, der bestimmt - und nicht er - wird dir auch ohne Lekerli gehorchen. Aber nicht, weil er es "für dich tut", sondern weil er weiss, dass es für ihn "besser" ist. Hunde sind reine Opportunisten - sie wählen immer den für sie vorteilhaftesten Weg. Sprich, wenn der Hund weiss, dass es für ihn "unangenehm" wird, wenn er etwas tut, was er unterlassen soll dann wird er es auch nicht tun. Lekerli haben immer einen belohnenden Charakter können super eingesetzt werden, wenn man dem Hund etwas beibringen will. Garantiert aber nicht, dass der Hund es auch dann macht,, wenn er keine Lust hat (und manche Hunde können das ganz deutlich zeigen). Falsch eingesetzt können sie aber auch ganz schnell unerwünschtes Verhalten verstärken. Gruss, Petra |
@ Markus
Zunächst mal ist das "Vertrauen" wie du es nennst zu einem Ranghöheren eine zum Überleben in einer sozialen Struktur unabdingbare Verhaltensweise die gerade bei einem jungen Hund (mit der Voraussetzung du hast diese noch nicht zu Nichte gemacht) stark ausgeprägt ist. Er tut es also auch in diesem Fall nicht weil er dich so symphatisch findet. Gleichsam kannst du ein super Verhältnis zu einem Hund haben und trotzdem daran scheitern ihn über eine Gitterrosttreppe zu lotsen, z.B. wenn der Hund an sich schon einen unsicheren Gang hat oder einfach panische Höhenangst und dadurch vielleicht sein Leben gefährdet sieht was dann auf jeden Fall gewichtiger wäre als der Drang dem Rudel zu folgen. Je grösser der Wiederstand ist den du zu überwinden hast desto grösser muss der Anreiz sein, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit das er es "wegen dir" tut. Ob und wann Leckerchen bei der Ausbildung sinnvoll sind hängt von mehreren Faktoren ab, es gibt genügend Hunde die gar nicht darauf ansprechen, vor allem dann nicht wenn eine große Ablenkung vorhanden ist. Aber wenn ein unsicherer Hund in einer ihm suspekt erscheinenden Situation ein Leckerchen annimmt, so ist das kein Belohnen der Unsicherheit wie du es angedeutet hast, sondern ein Versuch der Situation etwas positives beizumischen. Und wenn du ihn Flach legst um sein Verhalten zu Beeinflussen tut er es erst recht nicht für dich sondern um einer für ihn unangenehmen Sache aus dem Wege zu gehen. :wolf |
@ Julia
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Wenn du aber einen Hund in einer Situation mit einem Leckerli (oder überhaupt Zuwendung welcher Art auch immer) belohnst, wenn er Unsicherheit zeigt, wirst du damit seine Unsicherheit verstärken. In einer unsicheren Situation kannst du ihn aber bestärken wenn er sich in dieser Situation "mutig" zeigt, und ihn dann darin bestärken. Da muss aber das Timing super gut stimmen, damit du den richtigen Moment erwischt. Petra |
Hallo Petra !
Du setzt dabei voraus das der Hund das Leckerchen als Belohnung auf sein Verhalten bezieht. Ich sage aber jede Situation die so gewichtig auf den Hund einwirkt das er dabei Unsicherheit zeigt wird von ihm intensiver Wahrgenommen als sein eigenes Verhalten das dann nur eine Reflektion und nicht gesteuert ist. Dies wiederum würde bedeuten das er das positive Ereignis der Futtergabe auf die Situation bezieht. Vorausgesetzt natürlich ich selbst bin locker , zeige kein Mitleid und kann den Hund mental zu der richtigen Verknüpfung führen. Würdest du versuchen ihn mit Worten zu beruhigen so würdest du (hier gebe ich dir Recht) das Verhalten bestärken weil du dem Hund damit deine Zustimmung suggerierst und ihm Recht gibst. Gruss :wolf |
Komme gerade vom Gassimit Roxi und ich muss sagen, bin sehr sehr glücklich über ihr Verhalten heute. Sie ging FUSS als sie sollte und tickte auch ncih aus, als nen Hund draussen auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Zaun angebunden war und wie wild rumbellte. Sie schaute zwar und zog kurz aber nach meinem PFUI gings und sie wollte nichmehr hin.
Gut, sobakd sie nich FUSS laufen muss, sieht sie wie nen Vieh aber das kennen sicher viele. :D In einer schwierigen Situation den Hund niederdrücken habe ich letztes Mal beim HS auch gesehen, in unserer Problemhundegruppe. Als Roxi sich mit ner anderen Hünding in? Haaren hatte, drückte ihr Herrchen die gute zu Boden und kniete sich auf sie. Ich persönlich würde mir das glaub aber gar nich trauen weil ich der Meinung bin, dass meine Kleine dann nich mehr Herr ihrer Sinne wäre und mich wiedermal beissen würde :| Ich finde den Gang zum HS doch recht gut. Dort kommt sie mit anderen, vielen Hunden in Kontakt und merkt vllt. dass es gar nichts zu meckern gibt. Im Kreisverkehr sind wir recht gut klargekommen aber sobald ihr ein Hund ZU nahe kam, wollte sie schnappen und knurrte. Sie scheint schon Angst zu haben. Ich weiss, dass ich auf jedenfall auch an mir arbeiten muss. Der Hund merkt wenn ich aufgeregt bin, sobald ein anderer in Sichtweite ist. KLar das er dann denkt, dass was nich stimmt. Werd versuchen, mich nich schon vorher fertig zu machen; Augen zu und durch. 8) ok, und noch kurz was anderes: Kann man hier im Forum Bilder einfügen, von eigener Festplatte? Wird nämlcih mal Zeit, dass ich euch die Rotznase mal vorstelle, wenns schon ständig um sie geht. :wink: Caro |
Hallo Julia
Kann dir leider jetzt keine ausführliche Antwort mehr geben, da ich auf dem Sprung nach Norddeutschland bin. Werde aber gerne mit dir weiterdiskutieren, wenn ich zurück bin, da ich nicht deiner Meinung bin. Endlich mal eine schöne sachliche Fachdiskussion. 8) Gruss, Petra |
Hallo Caro,
mach weiter so, du scheinst ja auf dem richtigen Weg zu sein. Weiter viel Erfolg! Wie man Bilder reinstellt, wird dir vielleicht Steffen sagen können. Ich glaube, das geht aber nur in der Galerie oder über einen Link. Oder du mailst Margo an u. die setzt das für dich rein. So würde ich das machen, weil ich auch nicht weiß, wie das geht. @alle Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass die normale Ausbildung, also Grunderziehung u. mögliche Tricks gut mit Leckerchen durchführbar ist. In Problemsituationen läuft das bei uns aber so ab, dass die Hunde (bes. Esca bei Hunde- und Wildbegegnungen) entweder gar nicht auf das Leckerchen reagieren od. es kurz beachten, nehmen u. weiterzerren. Gebe ich das Leckerchen nicht sofort, wird es auch nicht weiter beachtet. Es lenkt jedenfalls kaum von der Situation ab. Wir haben einige Zeit ein Halti benutzt, uns die Anwendung aber genau zeigen lassen. Jetzt arbeiten wir an Ersatzhandlungen. Z.B. Fuß od. auch Platz, der Hund soll uns anschauen. Klappt es u. der Hund macht, was ich will, gibt es ein extra Superleckerchen oder, wenn ich keines mithabe, ein ganz dolles Lob, wildes streicheln usw. Klappt es nicht, ist einige Minuten lang UO dran! Also abwechselnd Fuß, Sitz, Platz, Steh, Bleib u. was mir sonst so einfällt. Und kein Lob dabei, sondern sehr energisch. Gruß Marion |
hallo ,
wenn du auf dem hundeplatz bist würde ich gerne wissen läufst du dann alleine oder mit anderen hunden? ich würde dir die empfelung geben ,dass du mit ausgeklichenen ruigen erfahrenen hunden und hundeführer arbeitest dass dein hund merkt es passiert nichts und sich die andern das verhalten nicht stört und sich aus der ruhe bringen lassen . ich habe einen hund ausgebildet der das selbe gemacht hat . z.B. war der an der leine immer stark er dachte wohl ich würde hinter im stehen,doch sobald die leine locker durchhing und er das gefühl hatte er ist alleine wurde er unsicher und das verhalten war schlagartig anders. ich denke das du das schon in den griff bekommst würde mich freuen wenn du weiter über erfolge berichten würdest . gruss matthias. |
Auf dem Hundeplatz sind z.Z. kaum Neulinge. Die meisten bescherrschen die Grundkenntnisse und lassen sich auch nich von meiner Kleinen aus der Ruhe bringen.
Ich finde schon, dass es ganz gut so is, wie es grade is :) Im Prinzip bleibt mir auch ncihts anderes übrig als das zu machen, was die Ausbilder von uns wollen. Haben zwei die sich mit uns befassen. Machen eure Hunde auch viel Blödsinn, wenn ihnen langweilig is? Roxi ungemein viel. Wir sind z.Z. viel grad bei meinen Eltern wg Umzug und der Garten, na ja...gefundene Spielwiese. Kräuterbeet umpflügen, im Goldfischteich baden, Rosen ausbuddeln, aufm Tisch tanzen...als so Sachen...hehe. So gut erstmal. Ich muss nach ihr schaun...Sie is mit der Katze allein im Flur :wink: Caro |
Petra, Julia und Marion, finde ich schön, was ihr geschrieben habt. Es ist wohl richtig, dass es "die" Situation geben kann, wo der Hund sich nicht von lekkerchen oder Spielzeug ablenken lässt, sondern sein Ziel verfolgen möchte. Da hat Marion die Ersatzhandlungen aufgeführt. Ja, so versuche ich es auch zu machen.
Die Gabe oder das Zeigen von Lekkerchen oder spielzeug dient ja der Erziehung und soll natürlich irgendwann minimiert und dann weggelassen werden. Deshalb ja auch das ausgiebige Loben. Unsere Stimme und Streicheleinheiten haben wir ja in der Regel darbei. Hund sind Opportunisten. Sie tun nichts aus Gefallen für irgendjemand. Ich habe diese Argumentation von Hundeanfänger allerdings schon häufiger gehört. Erst wenn mal gezeigt wird, dass auch ein völlig fremder Mensch mit dem fremden Hund genau das machen kann, was Herrchen sonst immer macht bzw. der Hund für Herrchen macht, führt dazu, dass auch die "Gutgläubigen" verstehen, dass Hunde reine Opportunisten sind. Übrigens wird dies auch sehr schön in "Der Wolf im Hundepelz" von Günther Bloch beschrieben. Das Ziel sollte ja sein, dass der Hund ein gewisses Niveau an Gehorsam lernt. Die Lekkerchen sind eine Hilfe auf den Weg dorthin. Und die Gitterrostreppe ist für einen Wolfshund genauso wie ein Tunnel oder gestappelte Bäume nichts besonderes. Wenn man manchmal sieht beim Agility, wie schwerfällig sich andere Hunde(rassen) anstellen, um durch einen Tunnel zu laufen, dann kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass es einem Wolfshund "angeboren" zu sein scheint. Es ist in der Tat schwierig den richtigen Moment der Belohnung zu treffen und nicht noch ängstliches Verhalten zu belohnen. Da wäre ich auch vorsichtig, um nicht noch ein Verstärken herbeizuführen. Das (ängstliche) Verhalten zu ignorieren oder nicht erwünschtes ist sicherlich am besten. Aber ignoriere mal, wenn ein 33 kg Hund zu einem anderen Will, um ihm die Meinung zu sagen. Allerdings hilft da Geschreie oder wiederholte Kommandoabgabe sicherlich wenig, weil der Hund sich freut, dass er noch Unterstützung von Frauchen/Herrchen bekommt und wir erst recht weitermachen. Da kommt es auf die konkrete Situation an. Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass die Hunde, wenn ich z.B. mit ihnen an anderen Vorbeigehe und mir in dem Moment ihre Aufmerksamkeit hole durch z.B. bei mir dem simplen Kommando gucken, sie mich anschauen und schon sind wir an der "Gefahr" vorbei. Das Kommando gucken ist genau ein Kommando wie Sitz oder Platz und hilft mir im Begegnungsverkehr mit möglicherweise "Konkurrenten" locker dran vorbei zu kommen. Um das "Gucken" zu erreichen, habe ich es eben mit guten Worten nach dem Gucken und Belohnung durch Lekkerlis oder Spielzeug forciert. Das heißt nicht, dass meine Hunde mich ständig angucken müssen, aber sie sind im entscheidenden Augenblick abgelenkt! Christian |
So, nu muss ich wieder was von meiner KLeinen loswerden.
Irgendwie gehts mir ihr echt nihc so weiter. Da sie jetz ne Nacht allein bei meinen eltern schlafen musste, is sie wahrs. am rad gedreht. Sie hat nen Bekannten geshnappt und der hat jetz nen blaues Bein und ne zerfetzte Hose, kotzt mich an! Müssen jetz aufeinmal bei allen Leuten aufpassen die sie egtl schon kennt. Man weiss ja nich, weshalb sie solche Scheisse baut :( Ich kanns nur langsam nich mehr verantworten. irgendwann schnappt sie jemand Fremdes und das Theater is groß. Werde wahrs. therapeutische Hilfe h inzu ziehen müssen. Allein krieg ich das nich hin. ... schon blöd. Man freut sich auf das Tier, wenn mans aus dem Heim holen kann und dann entwickelt es sich so negativ. Ich mein, zu uns (meinen Eltern, mein Freund, Großeltern etc) is sie lieb aber sobald Fremde ins Spiel kommen oder Leute sie sie selten sieht muss man echt Schiss haben. Dazu hat sie beim Spielen noch so nen Beissdrang. Sie beisst zwar nich richtig zu, nimmt aber immer Arme und klamotten etc ins Maul. Manchmal tuts schon bisschen weh und es bleiben Zahnabdrücke. Will das echt hinbekommen, denn abgeben möcht ich sie nich wieder. Würde sicher mir und dem Hund das Herz brechen. LG und schönes WE euch! Caro |
Hallo Caro,
wie alt ist die "Kleine" denn. Ich habe es anscheinend irgendwie überlesen?! Wo wohnst du? Kannst du dich nicht mal mit einem TWH-Halter treffen, um zu klären, was du da für eine Rasse hast? Schöne Grüße Christian |
Hallo Christian
Nich schlimm wenn du?s überlesen hast. Roxi is laut Tierheim 2 1/2 Jahre alt. Also das habenw ir telefonisch erfahren. Im Netz stand damals 1 1/2 Jahre. Aber egal. Wir wohnen in Dresden und ich glaube weniger, dass hier in der Umgebung jemand mit der Rasse zu tun hat. Viele die wir treffen, denken sie sei nen Schäferhund oder halt nen Mischling. Schade das ich hier eben kein Bild reinsetzen kann, so ohne weiteres. Würde mich nämlich echt mal interessieren, was erfahrene Leute zu ihr sagen/ was sie wohl ist. Letzten Samstag im HS war sie super. Unser Ausbilder hat uns sehr gelobt und war begeistert. "Funktionieren" seiner Meinung nach schon nach 3x Anwesenheit besser, als andere aus der Problemhundegruppe, die scho länger dabei sind. Das freut mich richtig aber wenn ich dann daheimw ieder mit ihr gehe, und sie fast jeden Fahhradfahrer mit ihrem Hingezerre und Angekleffe vom Fahrrad holt, dann schwinden meine Hoffnungen ganz schnell...manno. |
Nur nicht aufgeben! Immer schön dran bleiben! TWHs (u. vermutl. auch SWHs, da habe ich aber nicht so die Erfahrung) lernen schnell, sind aber manchmal recht stur. Das heißt, sie wissen schon, was man von ihnen will, aber sie versuchen erstmal ihren Dickkopf durchzusetzen! :? :D
Marion |
Hallo Roxi,
Unterordnungsübungen auf dem Platz sind sehr sinnvoll reichen bei diesem Problem aber meistens nicht aus, weil die Hunde sehr gut zwischen Platz und Alltagssituation unterscheiden können. Du mußt mit Deinem Trainer gezielt in Deiner täglichen Umgebung üben. Ansonsten ist ein Kopfhalfter dabei sehr hilfreich, ein Stachelhalsband wäre absolut kontraproduktiv. Aber gib die Hoffnung nicht auf, Ihr übt doch erst sehr kurz. Viele Grüße Ina |
So, hab nun endlich erfahren, wie das mit den Bildern funktioniert.
Möcht euch jetz fix die Roxi vorstellen :wink: LG, caro http://img275.echo.cx/img275/5466/img00313rd.jpg http://img275.echo.cx/img275/4623/img00362ho.jpg |
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