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Old 11-05-2005, 18:16   #20
z Peronówki
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Originally Posted by timber-der-wolf
eines verstehe ich nicht. Einerseits wird hier jegliches wölfische des TWH von Dir, Pavel, und vielen Forenteilnehmer vehemend bestritten, andererseits lobt ihr auf Grund des Wolfblutanteils (wölfischem Erbes) die wölfischen Vorzüge des TWH (Hündin kümmern sich besonders gut um Welpen, etc.). Was ist den nun richtig?
Irgendwie seit ihr in euren Darlegungungen und Auffassungen sehr widersprüchlich und ich gewinne immer mehr den Eindruck auch nicht ganz ehrlich Euch und den TWH gegenüber.
Nein. Es gibt hier kein Wiederspruch. Wenn eine Hündinn ihre eigene Welpen tötet, dann finde ich es nicht klasse - hier finde ich die "natürliche" (wölfische) Verhalten besser. Wenn Hunde andere Hunde ohne Grund angreifen und töten und selbst die Deckung nur unter Aufsicht möglich ist, dann finde ich es auch nicht gut - die natürliche (wölfische) Verhalten ist auch hier besser. Nicht alles, was die Menschen geändert haben ist gutgelaufen und soll ein Vorbild sein. Und es betrifft genauso das Verhalten sowie Charakter und Gesundheit. Nein, diese "interne" Informationen über bestimmte Rassen findet man nicht auf Züchterseiten, die werden nicht im Rassenbeschreibungen veröffentlicht. Wie weit die Degeneration bei einigen Rasse gegangen ist, wissen nur Züchter, Tierärzte und Trainer. Und wenn es um diese negative Merkmale geht, dann sind wir gerade sehr froh, daß TWHs dank Wolfsblut davon bewahrt wurden. Natürlich können wir statt "wölfisch" nur das Wort "natürlich" benutzen, wenn es weniger Verwirung stiftet....

Aber lassen wir TWH bei Seite: wenn man irgendwelche Seiten/Foren über Hunde liest, wo es um Verhalten, um Charakter und Rudel geht, dann sieht man immer wieder Worte "Im Wolfsruden sieht es so aus....", "Die Wölfe machen es so...." oder "Nein, es ist nicht typisch für Hunde, weil bei Wölfen es so .... aussieht". Und ich spreche nicht über TWH- oder Saarloos-Seiten. Hunde sind keine Aussererdische - sie sind mit Wölfen sehr stark verbunden und haben sehr viel gemeinsam. Es gibt keine gut ererkennbare Eigenschaften, die einem "normalen" Hund von Wolf unterschieden. Deshalb findet man in fast jeden Hundebuch einen Absatz über Wölfe....

Und manchmal habe ich schon richtig die Nase voll wenn ich wieder die Worte lese: "bei unseren normalen Haushunden dagegen sind über Jahrtausende gezielt die Eigenschaften durch Zucht verstarkt worden". Es ist wahr, wenn wir über Inkas Chihuahua, Pekinese oder über Papilon reden - diese Rassen sind relativ alt. Aber alle andere Rassen sind zirca nur 200-300 Jahre alt.... Und was ist mit Nordischem Rassen, mit europäischen Jagd-, Wach- und Schäferhunden .... ? Hier passen wirklich die Worte "oft wiederholte Lüge wird zur Wahrheit". Ist es so schwer in der Zuchtbücher der DSH nachzulesen, daß sie Anfang XX Jh. DSH noch Wölfe in Ahnetafeln hatten? Ich habe Texte, die vor ersten Weltkrieg veroffentlich wurden, wo man Jäger empfehlt, die Hunde mit Wölfen zu kreuzen, weil solche Hunde dann sehr gute Jäger sind? Wo schwarz auf weiss steht, daß man es in Europa sehr oft gemacht hat? Was ist mit nordischem Hunden? Man hat dort sehr oft Wölfe zur Blutauffrischung benutzt und das macht man manchmal immer noch. Wo sind also diese " Jahrtausende"?

Ich habe nie geschrieben, daß TWH keine wölfische Eigenschafen besitzen. Ich habe nur immer wieder gesagt: TWH sind keine Wölfe und mit eichten Wolfskreuzungen, die man aus USA kennt, haben diese Hunde auch wenig zu tun. Und Aussagen, daß TWH nur für Wolfexperte sind, schaden nicht der Rassen, aber der einzelnen Hunden, die dann nicht artgerecht bahandelt/gehalten werden.

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Originally Posted by timber-der-wolf
Elli Radinger, ich kenne sie persönlich, sie war auch schon mein Gast, hat den TWH nicht als Bestie dargestellt und will das auch so nicht verstanden wissen. Sie wollte auf Eigenheiten / eventuelle Probleme, die es geben kann, aufmerksam machen.
Heute früh wurde vielleicht damit einverstanden sein. Aber nachdem ich gelesen habe, daß sie die Texte so manipuliert hat, daß die TWH in schlechten Licht gezeigt werden, dann bin ich schon sicher, daß es hier nicht um Aufklärung geht, daß "TWH keine Hunde für jederman" sind, sondern nur um diese Rasse zu Schaden, die sie nicht leiden kann.

Es tut mir Leid Norbert, aber solche Einstellung eines Wolfexperten ist mir fremd. Zum Glück ist es bloß eine (traurige) Ausnahme. Bis jetzt hatte ich sehr gute Erfahrungen mit Wolf-leuten aus Polen und Ungarn gehabt und auch Monty Sloan aus Wolfpark hat uns sehr geholfen, als die TWH-Besitzer aus USA-Probleme hatten. Es gibt kein Konflikt der Interesse - wir sind keine Hybriden-Züchter, die alles für Geld machen und die verantworlich dafür sind, daß so viele Hybriden eingeschäfert werden. Wir sind nicht Leute, die echte Wölfe in schlechten Bedingungen halten. Wir haben Wolfshunde - die aber sehr gute Ersatz für Wölfe sein können, gerade weil sie keine Wölfe mehr sind...

Und zum Schluß noch ein Text von Jindrich Jedlicka, der im ZOO in Brno sich Jahrelang um Wölfe gekummert hat und der gleichzeitig auch TWH züchtet:
Der Schutz der Wölfe beginnt mit der öffentlichen Meinung, indem man versucht, die gleichgültigen, habgierigen, unzufriedenen Idioten dazuzubringen, ein Stück Welt der Natur oder Gott zu überlassen. Wölfe zu züchten ist nicht der richtige Weg (und jede Flucht eines Zuchttieres ist schädlich für den Wolfsschutz). Retten Sie die Wölfe, kämpfen Sie für den Wolfsschutz, aber züchten Sie keine Wölfe zu Hause!!!
Züchten Sie statt dessen den Tschechoslowakischen Wolfshund. Unsere Rasse ist es wert. Er ist keine Kreuzung mehr zwischen Wolf und Hund. Er ist ein Hund. Er ist in der Natur "zu Hause", aber er ist ebenso beim Menschen "zu Hause". Und vielleicht erinnert die natürliche Schönheit des Tschechoslowakischen Wolfshundens daran, daß eine noch schönere Art, der Wolf, um sein Überleben kämpft.
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