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Originally Posted by Smartwolf
Jagdausübung ist ebenso wie Autofahren sinnvoll und notwendig, außerdem muß jeder, der das tut , eine staatliche Prüfung ablegen und damit seine Befähigung und im Falle der Jagd auch seine charakterliche Eignung zum Führen von Schußwaffen nachweisen.
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Würdest Du sagen, dass ein Jäger (zugleich Pächter des Revieres), der stark alkoholisiert eine Gruppe Reiter mit z. T. kleinen Kindern mit dem Revolver bedroht (diesen direkt auf den Mann richtet) und unter wüsten Beschimpfungen droht, den völlig harmlosen begleitenden Bordercollie zu erschießen, eine charakterliche Eignung zum Führen von Schußwaffen hat? Auch wenn er sicher eine staatliche Prüfung abgelegt hat? Derselbe Jäger schießt (vor Wut?) in die Luft, wenn er auf dem Ansitz ist und man kommt mit einem (angeleinten) Hund des Weges (hat er bei meiner Mutter gemacht). Vermutlich auch alkoholisiert, denn wenn er nüchtern ist, ist er ganz umgänglich. Trotzdem ...
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Originally Posted by Smartwolf
2. ist die Ausübung von Gewalt in zivilisierten Gesellschaften aus gutem Grund auf die Polizei monopolisiert. Es kann sich jeder denken, wohin wir kommen, wenn selbsternannte "Schutzhundesportler" sich anmaßen, Selbstjustiz zu üben!
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Ausnahme: Jäger. Die dürfen nach eigenem Ermessen einen "wildernden" Hund erschießen, vereinen also zwei normalerweise in zivilisierten Gesellschaften zu Recht getrennte Gewalten in einer Person.
In seinem Buch "Der Hund" hat Erik Zimen übrigens genau das scharf verurteilt, als ein überkommenes Relikt feudaler Herrschaftsordnung. Wie er schreibt, hat er seinen Hund "Flow" auf diese Weise verloren.
Sorry für OT, aber das hat mich jetzt gejuckt.
Zum Schutzdienst kann ich nicht viel sagen. Meine Sache ist es nicht, und ich sehe natürlich die Risiken, die durch nicht fachgerechte Ausbildung zustandekommen können. Genau wie bei der jagenden Zunft übrigens ... Trotzdem kann ich deswegen nicht alle pauschal verurteilen.