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ja, Werner, dass mit auf den Rücken legen, ist sicherlich hilfreich. Ich habe mit bestimmt 5 Ex-TWH-Haltern gesprochen, die es nicht mehr abkonnten, dass ihr TWH, die Frau, das Kind oder sonst wen angeknurrt haben. DAs hilft in der Tat nur eins, Konsequenz, jo, aber die sieht dann eben so aus, wie Werner es beschrieben hat. Mich knurrt ein Hund nur einmal an, dann weiss er, was er darf und was nicht. Und gerade bei Junghunden bin ich überrascht, wenn Halter dann auch noch Schiss haben.....
Ich war vor 1 Woche bei einem Briardstammtisch hier bei uns. So um die 10-14 Leute, ca. 5 Hunde, davon 2 Welpen, 1 Hündin, 2 Jungrüden 18 Monate und 11 Monate. Nachdem im wesentlichen die Hunde weg waren und nur noch der 11 Monate alte holte ich U´Tala rein. Er freute sich über die Menschen und sah dann den Briard. Er hat ihn erstmal ignoriert. Der Briard ist eigentlich sehr freundlich angeblich zu allen. Ich habe ihn erst 2x gesehen als Welpen und jetzt eben. Jedenfalls machte der sich steif, dreht den Kopf etwas weg und begann zu knurren. Es war auch eine Hundeschulentrainerin dabei. U´Tala machte erst nichts, dann "grinste" er leicht, indem er immer mal kurz die Lefzen hochhob. Da drehte die Hundetrainerin sich weg, keinen Bock was abzubekommen. Da konnte ich echt nur lachen, zwei Früchtchen und die Profis, die damit Geld verdienen bekommen schiss. Passiert ist nichts. Die Briardhalterin brachte ihren weg und hat gelernt, dass Rüden untereinander nicht unbedingt klar kommen müssen.
Jedenfalls reicht Konsequenz nicht immer aus, man muss sich schon mit einer gewissen Aggressivität, Kraft durchsetzen. Das machen die Alpha-Wölfe auch bzw. die übergeordneten. DA wird der Gegner schon mal schnell runtergedrückt, Schnauzgriff, draufgelegt, auf den Rücken gedreht, mit dem Fang die Kehle umschlossen gedreht usw. usw. Es ist absoluterQuatsch zu sagen, ein Alpha-Wolf strahlt souveräne Stärke aus und braucht sowas nicht. Ich habe mehrere Filmdokumentationen von wilden Rudeln, wo man dies wunderbar sieht. Und passieren tut im ERgebnis nichts, nur dass der Unterlegene kapiert hat, dass er besser nicht so weit geht.
Und genau das, ist bei den TWHs gerade im ersten Jahr bei dem ein oder anderen durchaus notwendig. Bei Rüden taucht das soweit mir berichtet wurde häufiger auf. Mit Myla hatte ich das, da war sie so 3-4 Monate alt. DAs haben wir dann 1-2x geklärt und das wars dann die restlicen 20 Monate. Ich bin gurndsätzlich kein Freund davon, einem Hund den Willen zu brechen. Und wenn sie natürliches Verhalten zeigen, ist das auch ok für mich. Und genauso müssen sie das auch mal einstecken können. Allerdings nicht mit Treten o.ä., sondern genauso wie es Wölfe untereinander halt auch tun.
Deshalb, es ist schon wahr, umso mehr man von Wölfen und gerade ihrem Verhalten weiß oder sich anliest oder abfragt, umso leichter hat man es mit einem TWH. Darum empfehlen die meisten Züchter auch die Lektüre von Zimen´s der Wolf. Wobei in meinen Augen das Buch sicherlich kritisch gelesen werden muss, weil er fast ausschließlich Verhalten von Gehegewölfen beschreibt und das unterscheidet sich doch teilweise erheblich von dem, wie sich wilde Wölfe verhalten. Darum ist die Lektüre von Bloch und anderen Büchern, die über Monate wilde Wölfe beobachtet haben, sehr hilfreich. Beides miteinander ergänzt bringt allen was. Den meistens sind die Gehegewölfe zusammengewürfelte Rudel, die in der Freiheit eher die Ausnahme sind, da es doch Familienverbände sind über 3 Generationen und teilweise einzelne, die dazu gekommen sind, das aber wiederum mehr in Nordamerika, wo die Rudel teilweise über 20 sind, anders als in Europa und russland, wo sie so bei 6-7 Wölfen liegen.
Christian
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