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Old 02-04-2009, 23:56   #44
PBH
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Hallo Christian,

wenn es sich um die Nachkommen der Wölfin aus 2003 handeln sollte, wie sollten sie als Wolfshybrid oder F1-Generation zur Bestie mutieren. Der einzige menschlichen Kontakt ist ihnen wohl in bleibender Erinnerung geblieben, nämlich durch die Einfangaktion, die nichts Gutes für sie zu verheißen hatte, daher werden sie nicht unbedingt die menschliche Nähe suchen. Es ist davon auszugehen, daß Wolfshybirden, so sie in der Freiheit geboren und aufgewachsen sind, daß von ihrer Mutter erlernte Verhalten übernehmen werden. Zur sog. Bestie werden sie erst dann, wenn sie durch die menschlichen Zwänge eingeengt werden, sei es durch ein Gehege, oder durch Erziehungsversuche, die nur auf einen Hund abgestimmt sein können (soviel zu den deutschen "Experten" im Hinblick auf die Bestie Wolfshybride).
Ein verwildertes Hunderudel bleibt allerdings auch standorttreu, vorausgesetzt es kann im auserkorenen Revier auch ungestört leben und jagen. Von entlaufenen Hunden kann ich berichten, daß sie wohl für mehrere Tage an einem Standort verbleiben (später vielleicht auch dort hin zurückkehren) sich allerdings in größer werdendem Umkreis ihr Zuhause suchen und sich hierbei weiter verlaufen (siehe auch niederländisches Forum, wo es um den entlaufenen TWH Renco (ich glaube der richtige Name lautet: Fibby of Mercedes Dream) geht, der seit dem 27.02.2009 entlaufen ist und nun in Belgien, in der näheren Umgebung von Gent, also seit nun ca. 4 Wochen ca. 15 km südlich vom Heimatort im Umkreis von ca. 10 km unterwegs ist. Sein erster vermuteter Aufenthaltsort lag wohl von dem jetzt vermuteten ungefähr 5 km entfernt. Durch zwar gut gemeinte, aber eigentlich sinnlose, weil vertreibende Suchaktionen seines Halters und anderer Hundehalter mit ihren Hunden hat wohl ein Standortwechsel stattgefunden. Ähnliches ist auch bei der entlaufenen Austalian Shepherd-Hündin Cassie aus dem Leipziger Umland zu beobachten, die anhand der Sichtungen allerdings immer wieder in bekanntes Gebiet (auch Auslaufgebiet mit ihrer Halterin) zurückkehrt.
Somit möchte ich bei den in der Kiesgrube gesichteten Hunden auch nicht von ausgesetzten Wolfshybriden oder gar Schäferhunden ausgehen wollen.
Sollten in menschlicher Obhut aufgewachsene Hunde gemeinsam ausgesetzt werden, dann gehen sie sich spätestens am Folgetag wegen fehlender menschlicher Leitung und Führung dermaßen mit Rangstreitigkeiten auf den Wecker, so daß sie lieber jeder für sich den eigenen Weg bestreiten. Auch hiermit wäre die Theorie von ausgesetzten Hunden eines Hundehalters widerlegt, aber nicht von einer Gruppe zusammengefundener Hunde (durch Aussetzen, Entlaufen oder als Wolfshybrid in der freien Natur geboren).
Gruß
Heinz
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